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	<title>Eva Stern schnelllaeufer.de &#187; Sybille Waury</title>
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		<title>Sybille Waury: Will man wirklich Tanja Schildknecht sein?</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 19:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rede und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Seifenoper]]></category>
		<category><![CDATA[Sybille Waury]]></category>
		<category><![CDATA[Tanja Schildknecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Millionen Menschen kennen Sybille Waury als Tanja Schildknecht aus der "Lindenstraße". Die Berlinerin ist seit 25 Jahren dabei. Im Interview erzählt die Schauspielerin, warum die Rolle in der TV-Soap gut für ihre Ehe ist. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/12/tanja_schildknecht.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1065" title="tanja_schildknecht" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/12/tanja_schildknecht-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Millionen  Menschen kennen Sybille Waury als Tanja Schildknecht aus der  &#8220;Lindenstraße&#8221;. Die Berlinerin ist seit 25 Jahren dabei. Im Interview  erzählt die Schauspielerin, warum die Rolle in der TV-Soap gut für ihre  Ehe ist. </strong></p>
<p><em>Frau  Waury, Sie sind mit 15 Jahren bei der &#8220;Lindenstraße&#8221; eingestiegen und  vor einem Millionenpublikum Erwachsen geworden. Wie hat Sie diese  Erfahrung beruflich und privat geprägt?</em><br />
Schwer zu sagen, ich weiß ja nicht, wie es ohne die &#8220;Lindenstraße&#8221; gewesen wäre. Was den Stress betrifft: Das hielt sich in Grenzen.</p>
<p><em>Die  Arbeitsbelastung ist die eine Sache. Die andere Frage ist: Will man  wirklich Tanja Schildknecht sein? Sie stolpert und zickt sich durchs  Leben und lässt dabei kein Drama aus. Sympathiepunkte bringt das  jedenfalls nicht.</em><br />
Als Schauspielerin bin ich mit der Figur  absolut glücklich. Die hat so bekloppte Züge. Das ist, als würde ich  zehn Rollen spielen. Jedenfalls habe ich nie das Gefühl, immer das  Gleiche zu spielen. Das ist schon schräg, wenn man das Drehbuch liest  und weiß, der eigenen Figur passiert was ganz Schreckliches und man  selber freut sich ganz furchtbar: Die bekommt eine totale Psychose.  Super! Und noch einer, der sie hasst. Klasse! Oder man darf heulend  zusammenbrechen und steht hinterher ganz entspannt auf, weil es Spaß  gemacht hat. Meinem Mann fiel auch irgendwann auf, dass es ganz gut ist,  wenn ich mich als Tanja beim Drehen austoben kann. Tanja motzt rum und  sagt immer, was sie denkt. Das scheint mich in gewisser Weise zu einem  ausgeglicheneren Menschen zu machen.</p>
<p><em>Was  sagen denn die Leute auf der Straße. Irene Fischer alias Anna Ziegler  wurde bespuckt und beschimpft, als sie Helga ihren Hansemann ausgespannt  hat &#8230;</em><br />
Klar wird man mit der Rolle in Verbindung  gebracht. Als 15-Jährige nervt einen das natürlich viel eher. Aber da  hatte ich Glück: Mich hat keine Sau erkannt. Tanja war immer extrem  geschminkt und aufgemotzt. Die hatte so eindeutig gar nichts mit mir zu  tun, dass da keine Verwechslungen möglich waren.</p>
<p><em>Und heute?</em><br />
Ist es immer noch oft so, dass mich die  Leute ansprechen und sagen: Wissen Sie, dass Sie der Tanja Schildknecht  wahnsinnig ähnlich sehen? Dann sage ich manchmal: Ja, stimmt. Total  ähnlich. Meistens werde ich tatsächlich an der Stimme erkannt. Irgendwie  ist meine Stimme wohl markanter als mein Gesicht.</p>
<p><em>Wollen Sie nicht berühmt sein?</em><br />
Ich habe mich damit abgefunden und denke  nicht mehr darüber nach. Wo ich erkannt werden muss, werde ich auch  erkannt. Ansonsten ist es sehr schön, mit meinen Kindern unerkannt durch  Berlin laufen zu können.</p>
<p><em>Und wie wirkt es sich im Beruf aus, wenn alle bei Sybille Waury erst einmal an Tanja Schildknecht denken?</em><br />
Meine Lieblingszeit war eigentlich, als ich  als Tanja gerade im Begleitservice gearbeitet habe und parallel dazu den  Käpt&#8217;n-Blaubär-Club moderiert habe. Das hat keiner zusammengekriegt.  Ansonsten ist &#8220;Lindenstraße&#8221; schon eher was, weswegen man keine anderen  Rollen bekommt. Oft denken die Leute, dass man durch die Serie so  eingebunden ist und keine Zeit für andere Sachen hat.</p>
<p><em>Haben Sie schon mal ans Aufhören gedacht?</em><br />
Nein. Der Beruf ist ja auch einfach super.  Ich komme dahin. Mir werden die Klamotten hingelegt. Ich werde  geschminkt. Ich genieße dieses  mein-Leben-an-der-Kasse-abgeben-und-jemand-anders-Spielen sehr. Ich  finde, sich um das eigene Leben zu kümmern, ist schon anstrengend genug.  Es ist klasse, wenn mir jemand sagt, was ich anzuziehen habe und was  ich zu sagen habe.</p>
<p><em>Gibt es ein Berufsleben neben der &#8220;Lindenstraße&#8221;?</em><br />
Nein, im Moment läuft gar nichts nebenher.  Das ist wie ein großer Fluch und hängt wahrscheinlich auch mit dem Alter  zusammen. Mit 25 kriegt man einfach mehr Rollen als mit 40. Ich wäre  froh, wenn ich wüsste, woran es liegt.</p>
<p><em>Würden Sie denn gerne mehr machen?</em><br />
Ja, klar.</p>
<p><em>Was würde Sie denn reizen?</em><br />
Comedy hat was sehr Verführerisches. Ich würde eher so in der Abteilung &#8220;Danni Lowinski&#8221; mitmachen wollen als im &#8220;Tatort&#8221; zu morden. Drama gibt es in der &#8220;Lindenstraße&#8221; ja ohne Ende. Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es weinen.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: Lindenstraße</em></p>
<p>erschienen bei: <a href="http://www.stern.de/kultur/tv/sybille-waury-aus-der-lindenstrasse-wenn-ich-eines-gelernt-habe-dann-ist-es-weinen-1632320.html" target="_blank">stern.de</a></p>
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