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	<title>Eva Stern schnelllaeufer.de</title>
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		<title>Mama Janes Wohnung</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 17:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Mombasa]]></category>
		<category><![CDATA[Slum]]></category>
		<category><![CDATA[SOS-Kinderdörfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Mama Jane öffnet ihren Vorhang und bittet den Besuch herein. Eine Tür hat ihre Wohnung nicht. Mama Janes Wohnung besteht aus einem einzigen kleinen Zimmer. Aber es ist das Zuhause für 20 Menschen: Mama Janes Kinder, Enkel, Urenkel und auch Kinder von der Straße, um die sich sonst niemand kümmert. Bad, Toilette, Küche, Möbel? Gibt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mama Jane öffnet ihren Vorhang und bittet den Besuch herein. Eine Tür hat ihre Wohnung nicht. Mama Janes Wohnung besteht aus einem einzigen kleinen Zimmer. Aber es ist das Zuhause für 20 Menschen: Mama Janes Kinder, Enkel, Urenkel und auch Kinder von der Straße, um die sich sonst niemand kümmert. Bad, Toilette, Küche, Möbel? Gibt es nicht. Es gibt ein Bett. Unter einer Decke in der Ecke sind die Sachen der Familie verstaut. In der anderen Ecke steht ein Wasserkanister. An der Wand hängt ein Regal mit verbeulten Schüsseln. Mama Jane ist 60 Jahre alt. Sie wohnt in einem Slum (sprich: Slamm) in Mombasa. Das ist eine Küstenstadt in dem ostafrikanischen Land Kenia. „Slum“ werden überall auf der Welt Siedlungen genannt, in denen die Ärmsten der Armen wohnen. Slums gibt es vor allem in den großen Städten der armen Länder in Afrika, Asien und Südamerika. Die Menschen ziehen vom Land in die Städte, weil sie Arbeit suchen oder weil sie vor Hunger, Krieg und Naturkatastrophen flüchten. Gut bezahlte Arbeit finden sie aber nur sehr selten. Sie schuften für wenig Lohn für die Leute in den reichen Stadtvierteln als Putzmädchen, Wachmänner, Gärtner und Dienstboten. Einige verkaufen auch Obst, Gemüse oder Wasser im Slum, nähen Kleider oder sammeln Müll. Mehr als eine Milliarde Menschen leben weltweit in den armseligen Hütten der Slums: ohne fließendes Wasser, ohne eigene Toiletten, oft ohne Strom. Straßen gibt es nicht. Hütte reiht sich an Hütte. Wenn es regnet, verwandeln sich die Trampelpfade dazwischen in stinkende Bäche. Überall liegt Müll. Denn eine Müllabfuhr kommt hier nie hin. Auch Feuerwehr und Rettungswagen kommen im Notfall nicht durch. Wie auch – ohne Straße?</p>
<p><em>Eva Stern | Fotos: Eva Stern</em></p>
<p><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2013/02/Mombasa.pdf" target="_blank">Solarstrom für das SOS-Kinderdorf in Mombasa (Blickpunkt-Seite in der Rheinpfalz, Ludwigshafen, 20.07.2011)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Krause = Krause</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 17:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rede und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Krause]]></category>
		<category><![CDATA[MDR]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeiruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Schauspieler können wortreich erklären, wie es ist, in fremde Rollen zu schlüpfen und für den Zuschauer dennoch echt zu wirken.  Horst  Krause spielt nicht. Er ist einfach:  Horst  Krause. Ein Gespräch über Dorfpolizisten, neumodische Technik und zu kleine Sauna-Spinde.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schauspieler können wortreich erklären, wie es ist, in fremde Rollen zu schlüpfen und für den Zuschauer dennoch echt zu wirken.  Horst  Krause spielt nicht. Er ist einfach: Horst Krause. Ein Gespräch über Dorfpolizisten, neumodische Technik und zu kleine Sauna-Spinde.</strong></p>
<p><em><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2013/02/Kraus320.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-1498" alt="Kraus320" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2013/02/Kraus320-300x219.jpg" width="300" height="219" /></a><br />
Herr  Krause, wie viel von Ihnen steckt in  Horst  Krause, dem Dorfpolizisten aus dem Polizeiruf 110?</em><br />
Ich würde sagen, das geht Hand in Hand. Die beiden Krauses sind Zwillinge. Das hat sich im Laufe der Jahre weiter verselbstständigt. Aber was wichtig ist:  Krause hat sich nicht verbraucht. Die Figur ist in jedem Polizeiruf wieder neu.</p>
<p><em>Krause hätte auch Müller, Meier oder Schulze heißen können. Warum trägt er Ihren Namen?</em><br />
Für den Autor und Regisseur Bernd Böhlich, der die Figur eingeführt hat, war das ganz klar. Der hat zu mir gesagt: Du sieht so aus wie  Krause. Warum sollen wir dem Polizisten einen anderen Namen geben?</p>
<p><em>Krause ist pflichtbewusst, ein bisschen eigenbrötlerisch, nicht der Mann für große Gesten. Erkennen Sie sich darin wieder?</em><br />
Es wäre ja Quatsch, wenn ich sagen würde, wir sind uns nicht ähnlich.</p>
<p><em>Wird  Krause unterschätzt?</em><br />
Manche Autoren überschätzen sich und meinen, als Dorfpolizist muss man auch der Dorftrottel sein. Krause ist nicht bedeppert. Er ist ein alter Fuchs. Zumindest sehe ich die Figur so, und ich gebe ihr mein Fleisch.</p>
<p><em>Stört es Sie, als „heimlicher” Star immer einer Chefin dienen zu müssen?</em><br />
Überhaupt nicht. Das ist ja auch keine Nebenrolle, sondern eine Hauptrolle. Jedenfalls wird sie so bezahlt.</p>
<p><em>Krause funktioniert so gut, dass Sie mittlerweile den dritten Ableger drehen:  Krauses Braut. Die Vorgänger „ Krauses Fest” und „ Krauses Kur” waren echte Zuschauermagneten. Wie erklären Sie sich den Erfolg?</em><br />
Das kann ich Ihnen sagen: Alle drei Hauptrollen (mit Carmen-Maja Antonie und Angelika Böttiger als Filmschwestern &#8211; die Redaktion) sind Figuren aus dem Volk. Die Leute erkennen sich in uns wieder.</p>
<p><em>Obwohl Sie als Geschwister-Trio reichlich schräg unterwegs sind &#8230;</em><br />
Ja. Und das ist gut so, das ist unterhaltsam. Wir alle drei sind nicht die Schönsten. Das macht was aus. Im Fernsehen werden immer nur gutaussehende Menschen gezeigt. Nee! Warum denn? Ich finde das so viel interessanter. Das Herz muss gut aussehen.</p>
<p><em>Krause scheint ein wenig aus der Zeit gefallen. Wie modern sind Sie?</em><br />
Ich bin eher konservativ. Nicht altmodisch, aber ich habe zum Beispiel mit Handy und Laptop nichts im Sinn. Diese ständige Klingelei. Ich finde das belastend. Ich habe zwar ein Handy, aber nur, damit ich den ADAC rufen kann, wenn ich mal liegenbleibe. Ich kann auch nichts anfangen mit diesem &#8230; wie heißt das doch gleich?</p>
<p><em>iPad?</em><br />
Nee.</p>
<p><em>iPhone?</em><br />
Nee. Kein Gerät. Dieses, na wie heißt das denn, wo man chatten kann?</p>
<p><em>Internet?</em><br />
Internet! Genau. Wie kann man beim wunderbarsten Wetter drin hocken und chatten? Versteh&#8217; ich nicht. Ich muss auch nicht übers Internet was kaufen oder jemanden kennenlernen. Was ich vermisse, sind so Veranstaltungen wie früher den Sonntagnachmittag-Tanzkaffee. Mit Kapelle und 20 Prozent Aufschlag auf die Getränke. Das fehlt alles. Es ist überall nur noch das Notdürftigste. Deswegen, also in dem Sinn, bin ich konservativ. Wenn ich zum Beispiel in die Sauna gehe, dann habe ich so einen schmalen Spind, wo ich gerade so alles reinbekomme, die Sachen aber gar nicht lüften können. Es ist alles nur auf Geldverdienen ausgerichtet.</p>
<p><em>Mit Krause haben Sie Ihre Lebensrolle gefunden. Gibt es noch eine Rolle, die Sie gerne einmal spielen würden?</em><br />
Das ist wohl vorbei. Aber ich hätte gerne den Schwejk gespielt.</p>
<p><em>Warum?</em><br />
Weil das mein Fach ist: Tragikomik. Dann hätte ich gern mit Gwisdek (dem Schauspieler Michael Gwisdek &#8211; die Redaktion) einen Film gemacht: Don Quichotte. Er als Don Quichotte, wie er gegen die Windmühlen kämpft. Ich als Sancho Panza auf&#8217;m Esel. Vielleicht klappt es ja mal, dass ich im Theater Nathan, der Weise spielen kann. Ich möchte auch gern mal weise sein. Dann vielleicht &#8230; Nee, ich höre lieber auf. Sonst ruft noch jemand an und will mich besetzen.</p>
<p><em>Wie wichtig sind Ruhm und Erfolg für einen Schauspieler?</em><br />
Ruhm interessiert mich nicht. Erfolg ist für mich, wenn ein Film vom Publikum freundlich aufgenommen wird und wir merken, dass wir nicht nur unterhalten, sondern den Leuten auch was zum Nachdenken mit auf den Weg gegeben haben.</p>
<p><em>Sie sehen sich selbst als Volksschauspieler. Gibt es Unterschiede zwischen Ost und West?</em><br />
Ich habe die nie bemerkt. Als die Wende kam, habe ich auf einmal einen neuen Staatsratsvorsitzenden bekommen. Der hieß Kohl. (Pause). So ist es. Heute haben wir eine Kanzlerin, die im Osten aufgewachsen ist. Und die Figur Krause ist sowieso eine Volksfigur. Die funktioniert überall. Im Osten und im Westen.</p>
<p><em>Beruflich hat Sie die Wende vorangebracht &#8211; oder?</em><br />
Die Wende hat für mich das Entscheidende gebracht. Da hat aber auch der Zufall geholfen.</p>
<p><em>Sie sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen?</em><br />
Genau. Wollen Sie wissen, wo?</p>
<p><em>Unbedingt!</em><br />
Ich saß mit einer Pulle Bier hinter lauter Bierkästen, als ich für „Wir können auch anders” entdeckt wurde. Da fand ein Casting für einen Film statt, für das ich aber gar keine Einladung hatte. Ich wartete nur auf meine Theater-Kollegen. Und da bin ich angesprochen worden, ob ich Lust hätte, eine Hauptrolle im Film eines vielversprechenden jungen Regisseurs zu spielen. So kam das. Mit Detlev Buck habe ich mich auf Anhieb verstanden. Wenn „Wir können auch anders” nicht gewesen wäre, dann weiß ich auch nicht &#8230; Jedenfalls habe ich dann 1994 beim Theater aufhören müssen, weil ich so viele Angebote hatte.</p>
<p><em>In „Schultze gets the Blues” haben Sie ohne viel Worte beeindruckt.</em><br />
Ich bin ja auch mehr Schauspieler. Ich brauch&#8217; nicht viel Text. Spielen muss man können. Gunther Gabriel wollte mit mir zusammen Musik machen, weil er mich als Schultze gesehen hatte und meinte, ich spiele so wunderbar Akkordeon. Ich musste ihm dann beibringen, dass das Spielen nur gespielt war.</p>
<p><em>Wird zu viel gequatscht im deutschen Film?</em><br />
Na, also ich sage oft, wenn ich ein Drehbuch gelesen habe: Kinder, macht daraus ein Hörspiel!</p>
<p><em>Beenden Sie doch bitte mal den Satz: Ein guter Schauspieler muss&#8230;</em><br />
&#8230; überhaupt gar nichts. Ein guter Schauspieler bleibt, wer er ist.</p>
<p>Interview: Eva Stern (Foto: ARD)</p>
<p><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2013/02/Krause.pdf" target="_blank">Horst Krause (Interview in der RHEINPFALZ am SONNTAG, Landau, 14.08.2011)</a></p>
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		<title>Geißendörfers Gebrauchsfernsehen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 05:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Autorenfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Coronation Street]]></category>
		<category><![CDATA[Gebrauchsfernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Hans W. Geißendörfer]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Marie-Luise Marjan]]></category>
		<category><![CDATA[Tanja Schildknecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es begann alles an einem Sonntagnachmittag auf einem Sofa in London. Hier saß der deutsche Filmemacher, Regisseur und Autor Hans W. Geißendörfer. Nicht freiwillig. Seine Freundin hatte ihn dort geparkt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/01/geissendoerfer_text.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1174" title="geissendoerfer_text" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/01/geissendoerfer_text-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" /></a>Es begann alles an einem Sonntagnachmittag auf einem Sofa in London. Hier saß der deutsche Filmemacher, Regisseur und Autor Hans W. Geißendörfer. Nicht freiwillig. Seine Freundin hatte ihn dort geparkt. Ihn, der extra aus Deutschland nach London gereist war, um mit ihr zusammen zu sein. Und Sie? Schaut stattdessen ihre Lieblingsserie im Fernsehen: Coronation Street.</strong></p>
<p>Was um Himmels Willen konnte denn wichtiger sein als er? Nun ja, ganz offensichtlich: Alltagsgeschichten aus einer Reihenhaus-Straßenzeile irgendwo in England. Coronation Street läuft immer noch erfolgreich im britischen Fernsehen. Die englische Freundin ist längst seine Frau. Und dem deutschen Fernsehen hat Geißendörfer mit der Lindenstraße einen Dauerbrenner im sonntäglichen Vorabendprogramm beschert. Auch 25 Jahre und 1306 Folgen nach dem Start, zieht die erste deutsche Seifenoper ihr Publikum noch in ihren Bann.</p>
<p>Der Anfang allerdings war hart. „Glitzer und Glamour, Hotel- und Krankenhausserien. Das ging immer. Aber Kleinbürgerleben im Mietshaus? Das hat keinen vom Hocker gerissen“, sagt Geißendörfer rückblickend. Aber er setzt sich durch. „Ich wusste, ich hab&#8217; was zu erzählen, eine Geschichte, die nie aufhört.“ Tatort-Erfinder und WDR-Fernsehspielchef Gunther Witte nimmt sich der Sache an – und gibt grünes Licht. Doch die ersten Kritiken sind vernichtend. „90 Prozent davon waren fachunkundig. Da hat jemand maximal eine Folge gesehen und sich dann ein Urteil angemaßt. Das hat uns getroffen und es gab Tränen in der Maske. Auch um meine Schauspieler aufzubauen, denen bescheinigt wurde, dass sie einen fetten Arsch haben oder Beton reden, hab&#8217; ich die Losung rausgegeben: Die Schreiber werden nicht mehr sein, aber uns wird’s noch in 20 Jahren geben“, erinnert sich der Lindenstraßen-Erfinder. „Und irgendwann konnte auch die Bild-Zeitung nicht mehr gegen ihre eigene Leserschaft anschreiben.“</p>
<p>Geißendörfers Anspruch an seine Serie: „Auf unterhaltsame Art schwierige Themen ans Volk bringen“. Und das gelingt am besten &#8211; da ist sich der Autor, Regisseur und Produzent ganz sicher &#8211;  wenn sich die Leute in Handlung und Milieu wiedererkennen. Lebten die Lindensträßler vor 25 Jahren noch ganz klassisch als Vater, Mutter und Kinder unter einem Dach, wohnen heute Singles, Paare, Patchwork- und Regenbogenfamilien oder Wohn- und Zweckgemeinschaften neben- und durcheinander in Deutschlands berühmtester Straße.</p>
<p>Ein Vierteljahrhundert Lindenstraße – das heißt auch: ein Vierteljahrhundert deutsche Geschichte. Der erste schwule Kuss im deutschen Fernsehen? Der wird in der Lindenstraße gezeigt, die wie ein Seismograf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Erschütterungen aufzeichnet. Sterbehilfe, Ausländerfeindlichkeit, Aids, Wiedervereinigung, militanter Islamismus, Homosexualität, Genforschung, Hartz IV und natürlich die gesamte Bandbreite persönlicher Dramen von Trauer über Krankheit, Scheidung und Depression: Alles hinterlässt Spuren in der Lindenstraße, wo gelebt, geliebt und gelitten wird.</p>
<p>Und das mit Erfolg. 3,5 Millionen Zuschauer leben, lieben und leiden jeden Sonntagabend um 18.50 Uhr im Ersten mit den Beimers, Zieglers, Stadlers und Zenkers mit. „Das Erfolgsgeheimnis bleibt ein Geheimnis. Sonst würden uns andere kopieren. Wir lieben die Realität. Das hat sicherlich großen Anteil am Erfolg. Bei uns gibt es keine aufgehübschten Model-Mädchen, die ständig bauchnabelfrei rumlaufen, und keine Jungs mit Sixpacks, die Fotografen sind oder eine hippe Kneipe führen. Unsere realistische Welt spricht die Zuschauer viel mehr an“, sagt Irene Fischer. Die muss es wissen. Seit 1987 spielt sie die Rolle der Anna Ziegler und seit elf Jahren schreibt sie neben zwei anderen Autoren die Drehbücher für die Serie. Die Storylines  sind den gesendeten Folgen bis zu anderthalb Jahre voraus. Dennoch reagiert die Lindenstraße ganz aktuell. „Wir lassen uns sehr konkret auf  das Zeitgeschehen ein und aktualisieren bei Bedarf jede Woche eine Szene, die dann donnerstags  erneut gedreht wird“, erklärt Fischer.  Das Thema muss natürlich zu den Figuren passen, die in dieser Folge spielen. Jede Menge Arbeit für Autoren und Dramaturgie. „Diese Mühe macht sich sonst keine Serie.“</p>
<p>Die Lindenstraße hat aber von Anfang an keine Angst vor dem Trivialen gehabt. „Dieses Format weicht der Trivialität ganz bewusst nicht aus. Ich weiß sehr genau, dass man mit einer relativ einfachen Erzählstruktur arbeiten muss, wenn man ein großes Publikum erreichen will. Ich muss nicht Kafka erzählen, wenn ich verstanden werden will, sondern eine geradlinige Geschichte. Aber die Lindenstraße war nie eine reine Seifenoper, auch wenn Liebe und Drama natürlich eine große Rolle spielen. Wir sind eine Familienserie und die Geschichten, die wir erzählen, sind ganz klar logisch aufgebaut: Auf A folgt B. Bei einer Soap, die rein emotional funktioniert, kann auch mal A auf B folgen“, erklärt Produzent Geißendörfer. Für solches „Flachlandgemüse“ ist er sich dann doch zu schade. „Bevor wir unseren Anspruch nach unten schrauben, hören wir lieber auf“, sagt der 69-Jährige.</p>
<p>Für sein Format bezieht Geißendörfer anfangs auch von Kollegen Prügel, die ihm, dem Autorenfilmer, Verrat am deutschen Kino und Fernsehfilm vorwerfen. „Ich mache sehr gerne Gebrauchsfernsehen“, sagt Geißendörfer dagegen. „Das ist keine Kasteiung. Das ist mit unglaublicher Lust besetzt.“ Lust am Geschichten-Erzählen. In Echtzeit. Wo eine Schwangerschaft eben neun Monate dauert und nicht zwei Minuten.</p>
<p>Gerade wurde der Vertrag für die Lindenstraße um weitere drei Jahre verlängert. Es sind keine schlechten Zeiten für die Lindenstraße, glaubt Produzent Geißendörfer: „Die Leute haben die Nase voll von dem ganzen Trash und dem oberflächlichen Fastfood-Gequassel. Ich glaube, dass es eine Zuwendung zu ernsthafteren Themen richtig massenweise geben wird. Das sieht man an den Protesten gegen Stuttgart 21 oder gegen die Castor-Transporte.“</p>
<p>Na dann: Alles Gute zum 70. Geburtstag!</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: WDR</em></p>
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		<title>Maya Götz: Jugendliche wollen groß rauskommen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 05:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Castingshow]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Bohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Germany's Next Topmodel]]></category>
		<category><![CDATA[Maya Götz]]></category>
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		<category><![CDATA[Topmodel]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal bloßstellen, bitte! Millionen Kinder und Jugendliche sitzen gebannt vor dem Fernseher, wenn die angeblichen Superstars und Topmodels von morgen gecastet werden – und sich dabei nicht selten bis auf die Knochen blamieren. Warum sind Castingshows ein Quotenhit? Fragen an die Medienwissenschaftlerin und -pädagogin Maya Götz.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einmal bloßstellen, bitte! Millionen Kinder und Jugendliche sitzen gebannt vor dem Fernseher, wenn die angeblichen Superstars und Topmodels von morgen gecastet werden – und sich dabei nicht selten bis auf die Knochen blamieren. Warum sind Castingshows ein Quotenhit? Fragen an die Medienwissenschaftlerin und -pädagogin Maya Götz.</strong></p>
<p><em>Frau Götz, Kinder und Jugendliche tragen ganz maßgeblich zum Quotenerfolg von Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germany&#8217;s Next Topmodel“ bei. Sie haben in einer Studie nach den Motiven der jungen Zuschauer gefragt. Bitte klären Sie uns auf.</em><br />
Gerne. Dass das Format so groß werden konnte, hängt mit einem gesamtgesellschaftlichen Trend zusammen. Wir bemerken im Prinzip schon seit 13-14 Jahren einen Wertewandel bei den Jugendlichen. Am Anfang dachten wir: Die Jugendlichen werden konservativer, setzten auf Sicherheit. Mittlerweile wissen wir, dass das so nicht stimmt.</p>
<p><em>Sondern?</em><br />
Sie haben Zukunftsangst. Das ist im Prinzip die erste Generation, die erahnt, dass sie den Status ihrer Eltern nicht mehr erreichen wird. Die Gefahr zu scheitern oder gar nicht erst in den Arbeitsmarkt reinzukommen, ist groß. Die wollen aber alle einen ganz tollen und sicheren Beruf, der sie erfüllt und viel Geld bringt, sie wollen ganz groß rauskommen. Sie wissen nur nicht, wie das geht. Und sie wissen, dass Schule ihnen das nicht beibringen wird.</p>
<p><em>Und da hilft Dieter Bohlen weiter?</em><br />
So stellen sich Jugendliche das vor. Castingshows sind für sie wie eine Art Lernmaterial: So werde ich erfolgreich im Leben. Hier bekommen sie Anweisungen, wie man es schafft, zu einem statushohen Beruf zu kommen. Wenn wir sie fragen, was sie aus so einer Show für sich mitnehmen, antworten sie zum Beispiel: „Man muss lernen, Kritik zu ertragen, immer kämpfen für sein Ziel, immer ehrgeizig sein – oder auch: niemals gegen Herrn Bohlen sprechen.“</p>
<p><em>Anpassen, anstrengen und im richtigen Moment die Ellenbogen ausfahren: Das nehmen sie 1:1 aus der Show mit. Bemerken sie die Inszenierung dahinter?</em><br />
Ganz lange haben sie die Inszenierung überhaupt nicht in Frage gestellt. Mittlerweile sind einige Sachen in der Öffentlichkeit bekannt. Aber die Macher sind immer besser geworden. Das sind so perfide Inszenierungen&#8230;</p>
<p><em>Zum Beispiel?</em><br />
Es werden Menschen gesucht und als Material benutzt, um eben Verlierer oder Hoffnungsträger zu produzieren. Kameraperspektiven, eingespielte Animationen, Musik, Schnitt. Es wird nichts dem Zufall überlassen. Loser sind nicht Loser, weil sie Loser sind, sondern weil wir sie dafür halten sollen. Da werden unter die Bewegungen eines 17-jährigen Mädchens Schmatzgeräusche geschnitten. Das macht sie eklig. Und Herr Bohlen spricht dann genau das aus, was der Zuschauer durch die Inszenierung vorher schon gedacht und gefühlt hat. Und alle denken: Das musste ihr auch mal jemand sagen! Die Details der Inszenierung erkennen Erwachsene genauso wenig wie Kinder und Jugendliche. Aber selbst, wenn all das bekannt wäre, würde es die Jugendlichen nicht davon abhalten sich sicher zu sein, dass hier gezeigt wird, wie man erfolgreich wird. Das ist ja das, was das Format nachzeichnet: Ich verfolge junge Menschen, scheinbar wie du und ich, auf ihrem Weg nach oben oder beobachte, wie sie scheitern. Ich kann mich mit ihnen freuen, sie bewundern oder über sie ablästern.</p>
<p><em>Mitfiebern und hinterher lästern: Das sind die Gründe, Castingshows einzuschalten?</em><br />
Ja. Das sind die Hauptmotive. Das ist am nächsten Tag das Thema auf dem Schulhof. Bei Germany&#8217;s Next Topmodel kommen noch ästhetische Aspekte dazu, also einfach der Spass, schöne Menschen anzusehen. Oder der praktische Nutzen: Wie schminke, style und bewege ich mich richtig, wie setze ich mich in Szene? Natürlich ist es für die Zuschauer auch spannend, wer weiter kommt und ob man mit seiner eigenen Einschätzung richtig lag.</p>
<p><em>Machen sich die Jugendlichen Gedanken über die Kandidaten, die da zum Teil sehr erbarmungslos vorgeführt werden?</em><br />
Das haben wir in der Befragung nicht explizit erhoben, wollen den Aspekt aber in diesem Jahr angehen. Was feststeht: Diese Formate sind deshalb so erfolgreich, weil ich als Zuschauer immer der Held bin und mich so unheimlich gut fühle: Ich ahne, wer weiter kommt. Und das bestätigt sich dann meist. Ich kann andere abwerten. Ich kann mich reinfühlen. Am Ende kann ich sogar entscheiden. Ich gehe eigentlich immer mit einem richtig guten Gefühl aus der Sendung raus und muss niemals drüber nachdenken, wie es diesen Menschen geht. Wie die in ihrem Alltag weiterleben. Wie die sich fühlen, wenn sie das noch einmal sehen. Es sind die Loser und ich bin mir ja so sicher, dass sie das verdient haben. Nach unten durchzutreten, gibt ein gutes Gefühl. Gerade in einer Gesellschaft, in der Jugendliche so viele Ablehungs- und Versagenserfahrungen machen, insbesondere als Hauptschüler. Dazu habe ich auch noch was fürs Leben gelernt und dann noch die markigen Sprüche für den Schulalltag: Das hat für Jugendlichen einen hohen Gebrauchswert.</p>
<p><em>Verändern Castingshows die Sicht auf sich selbst oder andere, können sie Zuschauer wirklich beeinflussen?</em><br />
Ich denke ja.</p>
<p><em>Woran erkennen Sie das?</em><br />
Es gibt verschiedene Indizien: 2006, genau bevor Topmodel das erste Mal auf Sendung ging, waren in der einer Studie über 70 Prozent der Mädchen mit ihrem Gewicht zufrieden. 2009 war jede Zweite nicht mehr zufrieden, obwohl sich am Gewicht nichts geändert hatte. Das ist eine drastische Zunahme der Unzufriedenheit. Die Mädchen geben in unserer Studie auch an, dass sie ihren Körper kritischer betrachten, mehr aufs Gewicht achten, sich anders bewegen. Jedes Mädchen weiß mittlerweile, wie man die Beine richtig kreuzt. Und sie beschreiben auch, dass es durchaus üblich ist, das auf Kindergeburtstagen nachzuspielen, mit allen Inszenierungsmomenten: Drei sind die Jury und dann geht’s los. Interessant ist, dass die Kinder und Jugendlichen Dieter Bohlen und Heidi Klum durchaus kritisch sehen und Entscheidungen und Wertungen im Einzelfall auch als unfair empfinden. Was aber hängen bleibt, ist bei Topmodel der ganz kritische und an absoluten Ausnahmeerscheinungen geschulte Blick auf Schönheit und den eigenen Körper und bei DSDS, dass es scheinbar völlig in Ordnung ist, Kritik zu üben, die richtig tief verletzt. Die harte Kritik von Dieter Bohlen kommt vor allem bei den Jungen sehr gut an.</p>
<p><em>Haben Castingshows auch positive Seiten?</em><br />
Eines muss man sich klar machen: Etwas, das dauerhaft so hohe Quoten hat, bringt Jugendlichen ganz viel, sonst würden sie es nicht gucken. Aus der Erwachsenenperpektive ist es einfach zu sagen, das taugt alles nichts. Aber Jugendliche ziehen da für sich ganz viel raus. Die Milieus, die gezeigt werden, sind viel dichter an der Realität als viele andere Sendungen. Zum anderen werden soziale Muster gezeigt: Wie verhalte ich mich in der Gruppe? Da geht es um Schlagworte wie Fairness, Kooperation und Konkurrenz. Das nehmen sie schon mit. Und an vielen Stellen fragen sie sich auch: Wie würde ich mich da verhalten? Würde ich mich zum Beispiel nackt fotografieren lassen? Wie weit würde ich gehen? Hätten Heidi oder Dieter das zu mir sagen dürfen? Das ist nichts anderes als Identitätsarbeit. Sie klären für sich: Wer bin ich? Wenn wir dann aus der Perspektive der Bildungsoberschicht auf diese Formate und die Zuschauer herabschauen, sind wir letztendlich doch auch nicht viel besser.</p>
<p><strong>Zur Person</strong><br />
<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/03/maya_goetz.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1264" title="maya_goetz" alt="" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/03/maya_goetz.jpg" width="75" height="75" /></a>Die Medienpädagogin Dr. May Götz ist wissenschaftliche Redakteurin am Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk, dem sie seit 2003 vorsteht. Außerdem leitet die 43-Jährige den Prix Jeunesse International, das international renommierteste Festival und Netzwerk für Kinderfernsehen weltweit.</p>
<p><em>Eva Stern | Fotos: IZI</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wolkenloser Blick auf die Erde</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 06:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wälder und Wiesen grün, Wüste und Berge braun, Meere und Seen blau, das Eis auf den Polen weiß. Wie der Globus im Klassenzimmer sieht dieses Satellitenbild der Erde aus. Dabei wurde allerdings ein bisschen geschummelt: Kein Astronaut wird unseren Planeten vom Weltall aus jemals so sehen können. Die Erde ist nämlich immer von Wolken umhüllt. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wälder und Wiesen grün, Wüste und Berge braun, Meere und Seen blau, das Eis auf den Polen weiß. Wie der Globus im Klassenzimmer sieht dieses Satellitenbild der Erde aus.<br />
Dabei wurde allerdings ein bisschen geschummelt: Kein Astronaut wird unseren Planeten vom Weltall aus jemals so sehen können. Die Erde ist nämlich immer von Wolken umhüllt. Denn der größte Teil der Erdoberfläche besteht aus Wasser. Wenn dieses Wasser verdunstet, bilden sich Wolken. Und die fehlen auf einem Bild. Tatsächlich trägt die Erde ein Wolkenkleid.<br />

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			<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/dlr-wolken/wolken.jpg" title="Und so sieht die Erde wirklich aus. Die Aufnahme hat der Satellit Meteosat-4 im Jahr 1992 gemacht. " class="shutterset_set_17" >
								<img title="wolken" alt="wolken" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/dlr-wolken/thumbs/thumbs_wolken.jpg" width="100" height="75" />
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„Wenn auf Satellitenaufnahmen zu viele Wolken sind, kann man die Erdoberfläche nicht gut sehen. Wir bemühen uns deshalb um wolkenfreie Bilder“, sagt Nils Sparwasser. Er ist Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die Forscher wollen zum Beispiel genau sehen, ob die Bäume im Wald gesund sind. Auch um Landkarten herzustellen, werden wolkenfreie Bilder gebraucht.<br />
Wissenschaftler haben sich deshalb hingesetzt und gepuzzelt: Wenn es schon kein Bild der ganzen Erde ohne Wolken gibt, kann man sich vielleicht eine Aufnahme basteln! So ist diese Ansicht  von Afrika und Europa entstanden. Zwei Monate hat das gedauert. 60 Bilder waren nötig, um der Erde das Wolkenkleid auszuziehen. Wie das ging? Immer wenn die Forscher neue, wolkenfreie Aufnahmen bekamen, ersetzten sie damit am Computer einen Teil des alten Bilds – so lange, bis alle Wolken verschwunden waren. Zum Schluss gab es noch Farben für Land und Wasser: grün, braun, blau und weiß.</p>
<p><em>Eva Stern | Fotos: <a href="http://www.dlr.de" target="_blank">DLR</a></em></p>
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		<title>Zum Anspitzen und Wegradieren</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 06:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bleistift ist seit Schülergenerationen der heimliche Star im Mäppchen. Die Hauptrollen in dieser Erfolgsgeschichte spielen: englische Schäfer, Nürnberger Handwerker, amerikanisches Holz und chinesische Arbeiter. Und das Blei? Das spielt überhaupt keine Rolle! Vor mehr als 400 Jahren bemerken englische Schäfer an den Wurzeln eines umgefallenen Baumes dicke graue Knollen: Man kann damit schreiben und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bleistift ist seit Schülergenerationen der heimliche Star im Mäppchen. Die Hauptrollen in dieser Erfolgsgeschichte spielen: englische Schäfer, Nürnberger Handwerker, amerikanisches Holz und chinesische Arbeiter. Und das Blei? Das spielt überhaupt keine Rolle!<br />

<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/div-bilder/bleistift_text.jpg" title="" class="shutterset_singlepic79" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/cache/79_watermark_320x171_bleistift_text.jpg" alt="bleistift_text" title="bleistift_text" />
</a>
Vor mehr als 400 Jahren bemerken englische Schäfer an den Wurzeln eines umgefallenen Baumes dicke graue Knollen: Man kann damit schreiben und die Schafe markieren. Das neu entdeckte Wunder-Schreibzeug wird in Bergwerken abgebaut, in Blöcke gehauen und in Stäbchen geschnitten. Später werden die Stäbchen in Holzmäntel gesteckt. So bleiben die Finger sauber. Der Bleistift ist geboren. Der heißt so, weil die Leute das entdeckte Material für Blei halten. In Wirklichkeit ist es Graphit. Das besteht genau wie Diamanten aus Kohlenstoff.<br />
Mit reisenden Kaufleuten kommt das englische Graphit in die deutsche Handelsstadt Nürnberg. Einige Handwerker spezialisieren sich darauf, die „Bleiminen“ in Holz zu fassen. Aber lange Zeit sind englische, französische oder österreichische Bleistifte viel besser. Die Nürnberger Stifte sind zwar billig – aber sie bröseln, splittern und brechen ab. Erst 200 Jahre nach der Entdeckung des Graphits beginnt der Siegeszug der Nürnberger Bleistifte. Das Motto lautet jetzt: beste Materialien, wie zum Beispiel Zedernholz aus Amerika, moderne Maschinen, gut ausgebildete Arbeiter und viel Werbung.<br />
Zehn Milliarden Holzstifte werden heute im Jahr weltweit produziert. Die Hälfte stammt aus China, wo sie billig hergestellt werden. Etwa zwei Milliarden werden in Europa gefertigt. Natürlich gibt es auch noch die alten Nürnberger Marken. Wie zum Beispiel den weltgrößten Holzstifthersteller Faber-Castell, der die allermeisten seiner über zwei Milliarden Holzstifte allerdings in Brasilien produziert: mit Holz aus dem eigenen „Bleistiftwald“.</p>
<p><strong>Info für Besser-Wisser:</strong><br />
Mit einem einzigen Bleistift kann man 45.000 Wörter schreiben oder eine 56 Kilometer lange Linie zeichnen.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: Sabine Geißler/Pixelio</em></p>
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		<title>Oswaldo wünscht sich eine Schuluniform</title>
		<link>http://www.schnelllaeufer.de/2011/04/oswaldo-wuenscht-sich-eine-schuluniform/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 06:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oswaldo ist neun Jahre alt und lebt in einem Elendsviertel in Maputo. Das ist die Hauptstadt des Landes Mosambik im Südosten von Afrika. Mosambik ist ein sehr armes Land. Viele Menschen können nicht lesen und schreiben. Das Land wurde in einem langen Bürgerkrieg fast ganz zerstört. Obwohl das schon 20 Jahre her ist, kann man [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Oswaldo ist neun Jahre alt und lebt in einem Elendsviertel in Maputo. Das ist die Hauptstadt des Landes Mosambik im Südosten von Afrika. Mosambik ist ein sehr armes Land. Viele Menschen können nicht lesen und schreiben. Das Land wurde in einem langen Bürgerkrieg fast ganz zerstört. Obwohl das schon 20 Jahre her ist, kann man die Schäden heute noch sehen.<br />

<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/div-bilder/oswaldo_text.jpg" title="Klettern und Fußball spielen: Oswaldo (9) und seine Freunde leben in Mosambik." class="shutterset_singlepic80" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/cache/80_watermark_320x240_oswaldo_text.jpg" alt="oswaldo_text" title="oswaldo_text" />
</a>
„Wenn ich groß bin, möchte ich Maurer werden“, sagt Oswaldo. Er geht in die zweite Klasse. Sein Lieblingsfach ist Portugiesisch. Das ist die offizielle Sprache in Mosambik. „Meine Schuluniform muss ich mir mit meinem Bruder teilen. Unsere Eltern haben kein Geld, um für alle Kinder eine zu kaufen“, erklärt Oswaldo.<br />
Zum Glück muss er nicht weit zur Schule laufen. So bleibt mehr Zeit zum Spielen übrig. Fußball ist für ihn das Spiel Nummer eins. „Aber ich tobe auch gerne mit meinen Freunden auf den Bäumen im Hinterhof&#8221;, erzählt der Neunjährige. Außerdem veranstalten sie zusammen oft Wettkämpfe: Wer macht die beste Musik und wer kann am coolsten dazu tanzen? Oswaldo kann das ziemlich gut. Er spielt Schlagzeug und kann sich toll zum Rhythmus bewegen.<br />
Das Lieblingsessen von Oswaldo ist Reis mit Bohnen. Das ist ein typisches Essen im Süden von Mosambik. „Manchmal wird das auch mit den Fingern gegessen“, sagt Oswaldo. Der Zweitklässler aus Maputo ist ein ganz normaler Junge: mit einem Lieblingsfach in der Schule, einer Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit und einem Lieblingsessen. Sein größter Wunsch für die Zukunft: „Ich möchte meiner Familie helfen können.&#8221; Bis es so weit ist, hat er noch drei kleine Wünsche: Einmal Geburtstag feiern und einen eigenen Geburtstagskuchen anschneiden. Eine eigene Schuluniform. Und neue Klamotten an Weihnachten.</p>
<p><strong>Zur Sache:</strong><br />
Oswaldo (Name geändert) wird in einem &#8220;Familienstärkungsprogramm&#8221; betreut, die rund um &#8220;SOS-Kinderdörfer&#8221; verhindern sollen, dass Familen wegen Armut oder Krankheit auseinander brechen. Das erste SOS-Kinderdorf wurde am 15. April 1951 im österreichischen Imst eröffnet. Damals zogen 45 Kinder und fünf SOS-Mütter ein. Heute Leben in den 508 SOS-Kinderdörfern und 383 Jugendeinrichtungen in 132 Ländern fast 80.000 junge Menschen. Die SOS-Zusatzeinrichtungen unterstützen rund eine Million Kinder und deren Angehörige.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: <a href="http://www.sos-kinderdoerfer.de/Pages/default.aspx" target="_blank">SOS-Kinderdörfer</a></em></p>
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		<title>Trauer um Eisbär Knut</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 16:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blumen liegen vor dem Eingang. Kerzen brennen. Auf Schildern steht „Tschüss Knut“. Viele Menschen trauern um Knut, den weltbekannten Berliner Eisbären. Er starb am 19. März 2011 im Berliner Zoo. Knut wurde nur vier Jahre alt. Das ist nicht alt für einen Eisbären. Die können in Zoos bis zu 30 Jahre alt werden. Als Knut [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Blumen liegen vor dem Eingang. Kerzen brennen. Auf Schildern steht „Tschüss Knut“. Viele Menschen trauern um Knut, den weltbekannten Berliner Eisbären. Er starb am 19. März 2011 im Berliner Zoo.</p>
<p>
<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/div-bilder/eisbaer_text.jpg" title="" class="shutterset_singlepic74" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/cache/74_watermark_320x240_eisbaer_text.jpg" alt="eisbaer_text" title="eisbaer_text" />
</a>
Knut wurde nur vier Jahre alt. Das ist nicht alt für einen Eisbären. Die können in Zoos bis zu 30 Jahre alt werden. Als Knut am 5. Dezember 2006 im Berliner Zoo zur Welt kam, war das schon eine Sensation. Denn Knut war das erste Berliner Eisbärenbaby seit mehr 30 Jahren. Zum richtigen Star wurde der kleine Bär aber erst, weil ihn seine Mutter Tosca verstoßen hatte. Seine neue „Mama“ hieß Thomas Dörflein und war Tierpfleger. Er zog den Kleinen mit der Flasche groß. Und nach einigen Wochen konnten die Zoo-Besucher die beiden zweimal am Tag in der „Knut-Show“ bewundern: Hier tollte der Eisbärjunge mit Pfleger Thomas herum. Sie schwammen sogar zusammen im Wassergraben.</p>
<p>Knut wurde ein Star: Reporter aus der ganzen Welt berichteten von Knuddel-Knut. Es gab Knut-Klingeltöne fürs Handy, Plüsch-Knuts, Knut-Porzellan, Knut-Babykrabbeldecken, Knut als Christbaum-Anhänger oder Knut zum Naschen: als Schaumgummi-Eisbären. Schließlich bekam der Berliner Eisbär auch noch seine eigene Briefmarke. Und wie ein richtiger Star hatte er natürlich auch Fan-Clubs und Internet-Seiten. Zum Geburtstag wurde im Zoo immer eine Knut-Party geschmissen. Für das Geburtstagskind gab es dabei eine Eistorte mit eingefrorenen „Fisch-Kerzen“.</p>
<p>Nicht alle fanden den Rummel um den niedlichen Eisbären gut. Tierschützer erklärten immer wieder, dass Eisbären und andere Wildtiere nicht in Zoos gehören: Viel wichtiger ist es, die frei lebenden Tiere zu schützen. Außerdem können Wildtiere selbst in den besten Zoo-Gehegen nicht artgerecht leben, sagen die Tierschützer. Die Zoos sagen aber: Es ist wichtig, bedrohte Tierarten im Zoo zu züchten, damit diese nicht aussterben.</p>
<p>Den Knut-Fans auf der ganzen Welt ist dieser Streit im Moment wahrscheinlich ganz egal. Sie sind einfach nur traurig und fragen sich, warum der Eisbär so überraschend gestorben ist. Das soll jetzt untersucht werden.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: Sabine Geißler/Pixelio</em></p>
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		<title>Latein ist nicht Latein</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 08:32:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Er kam, sah und wechselte das Studienfach. Beim Blick in die Studien- und Prüfungsordnungen entgleiten manch hoffnungsfrohem Bildungsaspiranten die Gesichtszüge: Lateinkenntnisse als Voraussetzung für den Abschluss des Studiums? Die werden nach wie vor in einigen Fächern verlangt. Auch wenn viele dachten, das hätte sich auf wundersame Weise mit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge erledigt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/latein/latein_m-e-_pixelio-de_.jpg" title="" class="shutterset_singlepic33" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/cache/33_watermark_320x240_latein_m-e-_pixelio-de_.jpg" alt="" title="" />
</a>
Er kam, sah und wechselte das Studienfach. Beim Blick in die Studien- und Prüfungsordnungen entgleiten manch hoffnungsfrohem Bildungsaspiranten die Gesichtszüge: Lateinkenntnisse als Voraussetzung für den Abschluss des Studiums? Die werden nach wie vor in einigen Fächern verlangt. Auch wenn viele dachten, das hätte sich auf wundersame Weise mit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge erledigt.</strong></p>
<p>„Das ist ja keine Schikane. Man benötigt für bestimmte Fächer einfach Lateinkenntnisse. Wer zum Beispiel Geschichte studiert, kann nicht sagen, ich brauche kein Latein. Urkunden sind nun mal lateinische Quellen. Und die sollte man lesen und verstehen können“, sagt Franz Martin Scherer vom Seminar für Klassische Philologie an der Universität Heidelberg. Zwar gibt es keinen verbindlichen Katalog an Studienfächern, die Lateinkenntnisse voraussetzen. Die Unterschiede zwischen den Universitäten sind enorm. Und selbst an ein und derselben Universität können die Anforderungen je nach gewünschtem Abschluss variieren. Aber für das Studium der Philosophie, der Deutschen Philologie, der Romanischen Philologie, der Archäologie, der Geschichte oder der Theologie und Religionswissenschaft sind an vielen deutschen Hochschulen irgendwann im Studienverlauf Lateinkenntnisse erforderlich. Weitere heiße Kandidaten sind generell alle (kultur)historischen Fächer wie Musikwissenschaft und  Kunstgeschichte, bisweilen aber auch Anglistik. „Überrascht sind aber nach wie vor zahlreiche Studierende darüber, dass sie für Medizin, Zahnmedizin und Rechtswissenschaft kein Latinum benötigen“, sagt Bernhard Einig von der Abteilung Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.<br />
Die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulbetriebs im Zuge der Bologna-Reform haben viele Universitäten genutzt, die Studienordnungen zu entrümpeln. „Wir haben explizit und mit Nachdruck darauf geachtet, dass nur in solchen Fällen Sprachkenntnisse verlangt werden, wo diese für das erfolgreiche Absolvieren des Studiums zwingend erforderlich sind. Das gilt für die alten Sprachen genau so wie für neue, moderne Fremdsprachen“, betont Einig. Und auch die Universität Heidelberg bestätigt, dass mit der Umstellung von Magister und Diplom auf Bachelor die Zahl der Studiengänge zurückgegangen ist, die Lateinkenntnisse oder das Latinum verlangen. „Die Anforderungen in Latein sind zurückgegangen; bis auf wenige Ausnahmen reicht der Nachweis geringerer Kenntnisstufen als vor der Reform“, heißt es dazu aus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.<br />
Wie so oft, steckt der Teufel im Detail. Angehende Studenten sind deshalb gut beraten, die Studien- und Prüfungsordnungen genau unter die Lupe zu nehmen. Werden Grundkenntnisse, vertiefte Lateinkenntnisse oder das Latinum verlangt und wie sind diese Anforderungen definiert? Wie und bis wann muss man sie nachweisen: durch Klausuren während des Studiums, eine universitätsinterne Prüfung, eine bestimmte Anzahl nachgewiesener „Lateinjahre“ in der Schule, das Abiturzeugnis oder &#8211; dementsprechend &#8211; die staatliche Ergänzungsprüfung? Gibt es Alternativen, die Latein ersetzen könnten, eine moderne Fremdsprache etwa? Werden Lateinkenntnisse in jedem Fall verlangt oder nur bei der Wahl bestimmter Schwerpunkte innerhalb eines Faches? Bestehen unterschiedliche Lateinanforderungen für die möglichen Abschlüsse Bachelor, Master oder Lehramt oder für Haupt- und Nebenfach? Auf Nummer sicher geht, wer sich Auskünfte von den jeweiligen Fachstudienberatern schriftlich geben lässt.<br />
„Das Thema Lateinkenntnisse spielt in Beratungsgesprächen – vor allem in den Geschichts- und Kulturwissenschaften – immer noch eine große Rolle“, sagt Peter Hell, Studienberater an der Universität des Saarlandes. Kein Wunder: Fehlende Fremdsprachenkenntnisse erwirbt man nicht mal so nebenbei. Der Arbeitsaufwand ist enorm und wird gern unterschätzt. Hell empfiehlt, möglichst schon im ersten Semester oder sogar vor Studienbeginn mit einem Sprachkurs zu beginnen. Denn in einigen Studiengängen ist der weitere Studienfortschritt etwa ab der Mitte des Studiums vom Nachweis der erbrachten Lateinkenntnisse abhängig. Außerdem muss man die Latein-Prüfungen unter Umständen wiederholen. Die Exmatrikulation wegen Überschreitens der Studienzeit müssen Nachholer zwar nicht befürchten, weil in vielen Fällen ein „Sprachbonus“ von bis zu zwei Semestern gewährt wird oder für bestandene Sprachprüfungen Credit Points vergeben werden, die als Studienleistung anerkannt werden. Aber jedes Semester mehr kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld – insbesondere in Ländern, die Studiengebühren erheben wie Baden Württemberg.<br />
„Für die Hochschulbildung ist sehr viel getan, wenn man das Latinum bereits in der Schule erwirbt. Das kann man nicht oft genug betonen“, sagt Wolfram Brinker vom Seminar für Klassische Philologie an der Universität Mainz. Widersprechen wird ihm da wohl niemand.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: M.E./<a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">Pixelio.de</a></em></p>
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		<title>Japan: Leben mit der Gefahr</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 09:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachrichten für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kindernachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wütender Drache, der auf den Boden trampelt und Feuer speit? Als es noch keine moderne Wissenschaft gab, konnten sich die Menschen ein Erdbeben nur so erklären. Heute wissen schon die ganz kleinen Japaner, dass Erdbeben nicht von Drachen oder anderen Fabeltieren ausgelöst werden. Der Drache müsste auch ziemlich sauer sein. Schließlich bebt jeden Tag [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/03/Erdbebeben.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1245" title="Erdbebeben" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/03/Erdbebeben-300x108.jpg" alt="" width="300" height="108" /></a>Ein wütender Drache, der auf den Boden trampelt und Feuer speit? Als es noch keine moderne Wissenschaft gab, konnten sich die Menschen ein Erdbeben nur so erklären. Heute wissen schon die ganz kleinen Japaner, dass Erdbeben nicht von Drachen oder anderen Fabeltieren ausgelöst werden. Der Drache müsste auch ziemlich sauer sein. Schließlich bebt jeden Tag irgendwo in Japan die Erde.<br />
Die meisten Erdbeben sind so schwach, dass sie kaum zu spüren sind. Manchmal gibt es auch nur kleine Wellen in einem Wasserglas. Das erschreckt die Menschen in Japan noch nicht. Denn sie müssen immer mit einem schlimmen Erdbeben rechnen, wie es jetzt passiert ist. Dabei können Häuser, Straßen und Fabriken zerstört werden und sogar Menschen sterben. Deshalb lernen dort schon die Kinder im Kindergarten, wie man sich richtig verhält, wenn die Erde bebt und wie man im Notfall helfen kann. Erdbebenübungen gehören für die Kinder zum Alltag.<br />
Ruhe bewahren und in Deckung gehen, heißt die wichtigste Regel: Die Kinder hocken sich unter Tische und machen sich ganz klein. Dabei schützen sie ihren Kopf mit den Armen. Die meisten Menschen verletzen sich nämlich, weil Sachen auf sie herabstürzen. Damit das nicht passiert, werden Häuser so gebaut, dass sie die häufigen Erdbeben aushalten können. Schränke, Regale und Kühlschränke werden in japanischen Wohnungen oft an der Wand festgeschraubt. Schwere Bilder hängen nicht über Betten. Gläser stellt man in die unteren Schrankfächer, damit sei einem nicht auf den Kopf fallen können. Außerdem haben viele japanische Familien fertig gepackte „Erdbebenrucksäcke“. Die sind mit Wasserflaschen, Keksen, Verbandszeug, Decke, Regenplane, Batterien, Taschenlampe, Taschenradio, Feuerzeug und Klopapier gefüllt. Wichtig ist auch die Trillerpfeife. So kann man sich bemerkbar machen, wenn man Hilfe braucht.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: Hendrik Schwartz/<a href="http://www.fotolia.com" target="_blank">Fotolia.com</a><br />
</em></p>
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