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	<title>Eva Stern schnelllaeufer.de &#187; Flimmern und Rauschen</title>
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		<title>Geißendörfers Gebrauchsfernsehen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 05:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Autorenfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Coronation Street]]></category>
		<category><![CDATA[Gebrauchsfernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Hans W. Geißendörfer]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Marie-Luise Marjan]]></category>
		<category><![CDATA[Tanja Schildknecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es begann alles an einem Sonntagnachmittag auf einem Sofa in London. Hier saß der deutsche Filmemacher, Regisseur und Autor Hans W. Geißendörfer. Nicht freiwillig. Seine Freundin hatte ihn dort geparkt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/01/geissendoerfer_text.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1174" title="geissendoerfer_text" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/01/geissendoerfer_text-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" /></a>Es begann alles an einem Sonntagnachmittag auf einem Sofa in London. Hier saß der deutsche Filmemacher, Regisseur und Autor Hans W. Geißendörfer. Nicht freiwillig. Seine Freundin hatte ihn dort geparkt. Ihn, der extra aus Deutschland nach London gereist war, um mit ihr zusammen zu sein. Und Sie? Schaut stattdessen ihre Lieblingsserie im Fernsehen: Coronation Street.</strong></p>
<p>Was um Himmels Willen konnte denn wichtiger sein als er? Nun ja, ganz offensichtlich: Alltagsgeschichten aus einer Reihenhaus-Straßenzeile irgendwo in England. Coronation Street läuft immer noch erfolgreich im britischen Fernsehen. Die englische Freundin ist längst seine Frau. Und dem deutschen Fernsehen hat Geißendörfer mit der Lindenstraße einen Dauerbrenner im sonntäglichen Vorabendprogramm beschert. Auch 25 Jahre und 1306 Folgen nach dem Start, zieht die erste deutsche Seifenoper ihr Publikum noch in ihren Bann.</p>
<p>Der Anfang allerdings war hart. „Glitzer und Glamour, Hotel- und Krankenhausserien. Das ging immer. Aber Kleinbürgerleben im Mietshaus? Das hat keinen vom Hocker gerissen“, sagt Geißendörfer rückblickend. Aber er setzt sich durch. „Ich wusste, ich hab&#8217; was zu erzählen, eine Geschichte, die nie aufhört.“ Tatort-Erfinder und WDR-Fernsehspielchef Gunther Witte nimmt sich der Sache an – und gibt grünes Licht. Doch die ersten Kritiken sind vernichtend. „90 Prozent davon waren fachunkundig. Da hat jemand maximal eine Folge gesehen und sich dann ein Urteil angemaßt. Das hat uns getroffen und es gab Tränen in der Maske. Auch um meine Schauspieler aufzubauen, denen bescheinigt wurde, dass sie einen fetten Arsch haben oder Beton reden, hab&#8217; ich die Losung rausgegeben: Die Schreiber werden nicht mehr sein, aber uns wird’s noch in 20 Jahren geben“, erinnert sich der Lindenstraßen-Erfinder. „Und irgendwann konnte auch die Bild-Zeitung nicht mehr gegen ihre eigene Leserschaft anschreiben.“</p>
<p>Geißendörfers Anspruch an seine Serie: „Auf unterhaltsame Art schwierige Themen ans Volk bringen“. Und das gelingt am besten &#8211; da ist sich der Autor, Regisseur und Produzent ganz sicher &#8211;  wenn sich die Leute in Handlung und Milieu wiedererkennen. Lebten die Lindensträßler vor 25 Jahren noch ganz klassisch als Vater, Mutter und Kinder unter einem Dach, wohnen heute Singles, Paare, Patchwork- und Regenbogenfamilien oder Wohn- und Zweckgemeinschaften neben- und durcheinander in Deutschlands berühmtester Straße.</p>
<p>Ein Vierteljahrhundert Lindenstraße – das heißt auch: ein Vierteljahrhundert deutsche Geschichte. Der erste schwule Kuss im deutschen Fernsehen? Der wird in der Lindenstraße gezeigt, die wie ein Seismograf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Erschütterungen aufzeichnet. Sterbehilfe, Ausländerfeindlichkeit, Aids, Wiedervereinigung, militanter Islamismus, Homosexualität, Genforschung, Hartz IV und natürlich die gesamte Bandbreite persönlicher Dramen von Trauer über Krankheit, Scheidung und Depression: Alles hinterlässt Spuren in der Lindenstraße, wo gelebt, geliebt und gelitten wird.</p>
<p>Und das mit Erfolg. 3,5 Millionen Zuschauer leben, lieben und leiden jeden Sonntagabend um 18.50 Uhr im Ersten mit den Beimers, Zieglers, Stadlers und Zenkers mit. „Das Erfolgsgeheimnis bleibt ein Geheimnis. Sonst würden uns andere kopieren. Wir lieben die Realität. Das hat sicherlich großen Anteil am Erfolg. Bei uns gibt es keine aufgehübschten Model-Mädchen, die ständig bauchnabelfrei rumlaufen, und keine Jungs mit Sixpacks, die Fotografen sind oder eine hippe Kneipe führen. Unsere realistische Welt spricht die Zuschauer viel mehr an“, sagt Irene Fischer. Die muss es wissen. Seit 1987 spielt sie die Rolle der Anna Ziegler und seit elf Jahren schreibt sie neben zwei anderen Autoren die Drehbücher für die Serie. Die Storylines  sind den gesendeten Folgen bis zu anderthalb Jahre voraus. Dennoch reagiert die Lindenstraße ganz aktuell. „Wir lassen uns sehr konkret auf  das Zeitgeschehen ein und aktualisieren bei Bedarf jede Woche eine Szene, die dann donnerstags  erneut gedreht wird“, erklärt Fischer.  Das Thema muss natürlich zu den Figuren passen, die in dieser Folge spielen. Jede Menge Arbeit für Autoren und Dramaturgie. „Diese Mühe macht sich sonst keine Serie.“</p>
<p>Die Lindenstraße hat aber von Anfang an keine Angst vor dem Trivialen gehabt. „Dieses Format weicht der Trivialität ganz bewusst nicht aus. Ich weiß sehr genau, dass man mit einer relativ einfachen Erzählstruktur arbeiten muss, wenn man ein großes Publikum erreichen will. Ich muss nicht Kafka erzählen, wenn ich verstanden werden will, sondern eine geradlinige Geschichte. Aber die Lindenstraße war nie eine reine Seifenoper, auch wenn Liebe und Drama natürlich eine große Rolle spielen. Wir sind eine Familienserie und die Geschichten, die wir erzählen, sind ganz klar logisch aufgebaut: Auf A folgt B. Bei einer Soap, die rein emotional funktioniert, kann auch mal A auf B folgen“, erklärt Produzent Geißendörfer. Für solches „Flachlandgemüse“ ist er sich dann doch zu schade. „Bevor wir unseren Anspruch nach unten schrauben, hören wir lieber auf“, sagt der 69-Jährige.</p>
<p>Für sein Format bezieht Geißendörfer anfangs auch von Kollegen Prügel, die ihm, dem Autorenfilmer, Verrat am deutschen Kino und Fernsehfilm vorwerfen. „Ich mache sehr gerne Gebrauchsfernsehen“, sagt Geißendörfer dagegen. „Das ist keine Kasteiung. Das ist mit unglaublicher Lust besetzt.“ Lust am Geschichten-Erzählen. In Echtzeit. Wo eine Schwangerschaft eben neun Monate dauert und nicht zwei Minuten.</p>
<p>Gerade wurde der Vertrag für die Lindenstraße um weitere drei Jahre verlängert. Es sind keine schlechten Zeiten für die Lindenstraße, glaubt Produzent Geißendörfer: „Die Leute haben die Nase voll von dem ganzen Trash und dem oberflächlichen Fastfood-Gequassel. Ich glaube, dass es eine Zuwendung zu ernsthafteren Themen richtig massenweise geben wird. Das sieht man an den Protesten gegen Stuttgart 21 oder gegen die Castor-Transporte.“</p>
<p>Na dann: Alles Gute zum 70. Geburtstag!</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: WDR</em></p>
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		<title>Maya Götz: Jugendliche wollen groß rauskommen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 05:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Castingshow]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Bohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Germany's Next Topmodel]]></category>
		<category><![CDATA[Maya Götz]]></category>
		<category><![CDATA[Superstar]]></category>
		<category><![CDATA[Topmodel]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal bloßstellen, bitte! Millionen Kinder und Jugendliche sitzen gebannt vor dem Fernseher, wenn die angeblichen Superstars und Topmodels von morgen gecastet werden – und sich dabei nicht selten bis auf die Knochen blamieren. Warum sind Castingshows ein Quotenhit? Fragen an die Medienwissenschaftlerin und -pädagogin Maya Götz.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einmal bloßstellen, bitte! Millionen Kinder und Jugendliche sitzen gebannt vor dem Fernseher, wenn die angeblichen Superstars und Topmodels von morgen gecastet werden – und sich dabei nicht selten bis auf die Knochen blamieren. Warum sind Castingshows ein Quotenhit? Fragen an die Medienwissenschaftlerin und -pädagogin Maya Götz.</strong></p>
<p><em>Frau Götz, Kinder und Jugendliche tragen ganz maßgeblich zum Quotenerfolg von Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germany&#8217;s Next Topmodel“ bei. Sie haben in einer Studie nach den Motiven der jungen Zuschauer gefragt. Bitte klären Sie uns auf.</em><br />
Gerne. Dass das Format so groß werden konnte, hängt mit einem gesamtgesellschaftlichen Trend zusammen. Wir bemerken im Prinzip schon seit 13-14 Jahren einen Wertewandel bei den Jugendlichen. Am Anfang dachten wir: Die Jugendlichen werden konservativer, setzten auf Sicherheit. Mittlerweile wissen wir, dass das so nicht stimmt.</p>
<p><em>Sondern?</em><br />
Sie haben Zukunftsangst. Das ist im Prinzip die erste Generation, die erahnt, dass sie den Status ihrer Eltern nicht mehr erreichen wird. Die Gefahr zu scheitern oder gar nicht erst in den Arbeitsmarkt reinzukommen, ist groß. Die wollen aber alle einen ganz tollen und sicheren Beruf, der sie erfüllt und viel Geld bringt, sie wollen ganz groß rauskommen. Sie wissen nur nicht, wie das geht. Und sie wissen, dass Schule ihnen das nicht beibringen wird.</p>
<p><em>Und da hilft Dieter Bohlen weiter?</em><br />
So stellen sich Jugendliche das vor. Castingshows sind für sie wie eine Art Lernmaterial: So werde ich erfolgreich im Leben. Hier bekommen sie Anweisungen, wie man es schafft, zu einem statushohen Beruf zu kommen. Wenn wir sie fragen, was sie aus so einer Show für sich mitnehmen, antworten sie zum Beispiel: „Man muss lernen, Kritik zu ertragen, immer kämpfen für sein Ziel, immer ehrgeizig sein – oder auch: niemals gegen Herrn Bohlen sprechen.“</p>
<p><em>Anpassen, anstrengen und im richtigen Moment die Ellenbogen ausfahren: Das nehmen sie 1:1 aus der Show mit. Bemerken sie die Inszenierung dahinter?</em><br />
Ganz lange haben sie die Inszenierung überhaupt nicht in Frage gestellt. Mittlerweile sind einige Sachen in der Öffentlichkeit bekannt. Aber die Macher sind immer besser geworden. Das sind so perfide Inszenierungen&#8230;</p>
<p><em>Zum Beispiel?</em><br />
Es werden Menschen gesucht und als Material benutzt, um eben Verlierer oder Hoffnungsträger zu produzieren. Kameraperspektiven, eingespielte Animationen, Musik, Schnitt. Es wird nichts dem Zufall überlassen. Loser sind nicht Loser, weil sie Loser sind, sondern weil wir sie dafür halten sollen. Da werden unter die Bewegungen eines 17-jährigen Mädchens Schmatzgeräusche geschnitten. Das macht sie eklig. Und Herr Bohlen spricht dann genau das aus, was der Zuschauer durch die Inszenierung vorher schon gedacht und gefühlt hat. Und alle denken: Das musste ihr auch mal jemand sagen! Die Details der Inszenierung erkennen Erwachsene genauso wenig wie Kinder und Jugendliche. Aber selbst, wenn all das bekannt wäre, würde es die Jugendlichen nicht davon abhalten sich sicher zu sein, dass hier gezeigt wird, wie man erfolgreich wird. Das ist ja das, was das Format nachzeichnet: Ich verfolge junge Menschen, scheinbar wie du und ich, auf ihrem Weg nach oben oder beobachte, wie sie scheitern. Ich kann mich mit ihnen freuen, sie bewundern oder über sie ablästern.</p>
<p><em>Mitfiebern und hinterher lästern: Das sind die Gründe, Castingshows einzuschalten?</em><br />
Ja. Das sind die Hauptmotive. Das ist am nächsten Tag das Thema auf dem Schulhof. Bei Germany&#8217;s Next Topmodel kommen noch ästhetische Aspekte dazu, also einfach der Spass, schöne Menschen anzusehen. Oder der praktische Nutzen: Wie schminke, style und bewege ich mich richtig, wie setze ich mich in Szene? Natürlich ist es für die Zuschauer auch spannend, wer weiter kommt und ob man mit seiner eigenen Einschätzung richtig lag.</p>
<p><em>Machen sich die Jugendlichen Gedanken über die Kandidaten, die da zum Teil sehr erbarmungslos vorgeführt werden?</em><br />
Das haben wir in der Befragung nicht explizit erhoben, wollen den Aspekt aber in diesem Jahr angehen. Was feststeht: Diese Formate sind deshalb so erfolgreich, weil ich als Zuschauer immer der Held bin und mich so unheimlich gut fühle: Ich ahne, wer weiter kommt. Und das bestätigt sich dann meist. Ich kann andere abwerten. Ich kann mich reinfühlen. Am Ende kann ich sogar entscheiden. Ich gehe eigentlich immer mit einem richtig guten Gefühl aus der Sendung raus und muss niemals drüber nachdenken, wie es diesen Menschen geht. Wie die in ihrem Alltag weiterleben. Wie die sich fühlen, wenn sie das noch einmal sehen. Es sind die Loser und ich bin mir ja so sicher, dass sie das verdient haben. Nach unten durchzutreten, gibt ein gutes Gefühl. Gerade in einer Gesellschaft, in der Jugendliche so viele Ablehungs- und Versagenserfahrungen machen, insbesondere als Hauptschüler. Dazu habe ich auch noch was fürs Leben gelernt und dann noch die markigen Sprüche für den Schulalltag: Das hat für Jugendlichen einen hohen Gebrauchswert.</p>
<p><em>Verändern Castingshows die Sicht auf sich selbst oder andere, können sie Zuschauer wirklich beeinflussen?</em><br />
Ich denke ja.</p>
<p><em>Woran erkennen Sie das?</em><br />
Es gibt verschiedene Indizien: 2006, genau bevor Topmodel das erste Mal auf Sendung ging, waren in der einer Studie über 70 Prozent der Mädchen mit ihrem Gewicht zufrieden. 2009 war jede Zweite nicht mehr zufrieden, obwohl sich am Gewicht nichts geändert hatte. Das ist eine drastische Zunahme der Unzufriedenheit. Die Mädchen geben in unserer Studie auch an, dass sie ihren Körper kritischer betrachten, mehr aufs Gewicht achten, sich anders bewegen. Jedes Mädchen weiß mittlerweile, wie man die Beine richtig kreuzt. Und sie beschreiben auch, dass es durchaus üblich ist, das auf Kindergeburtstagen nachzuspielen, mit allen Inszenierungsmomenten: Drei sind die Jury und dann geht’s los. Interessant ist, dass die Kinder und Jugendlichen Dieter Bohlen und Heidi Klum durchaus kritisch sehen und Entscheidungen und Wertungen im Einzelfall auch als unfair empfinden. Was aber hängen bleibt, ist bei Topmodel der ganz kritische und an absoluten Ausnahmeerscheinungen geschulte Blick auf Schönheit und den eigenen Körper und bei DSDS, dass es scheinbar völlig in Ordnung ist, Kritik zu üben, die richtig tief verletzt. Die harte Kritik von Dieter Bohlen kommt vor allem bei den Jungen sehr gut an.</p>
<p><em>Haben Castingshows auch positive Seiten?</em><br />
Eines muss man sich klar machen: Etwas, das dauerhaft so hohe Quoten hat, bringt Jugendlichen ganz viel, sonst würden sie es nicht gucken. Aus der Erwachsenenperpektive ist es einfach zu sagen, das taugt alles nichts. Aber Jugendliche ziehen da für sich ganz viel raus. Die Milieus, die gezeigt werden, sind viel dichter an der Realität als viele andere Sendungen. Zum anderen werden soziale Muster gezeigt: Wie verhalte ich mich in der Gruppe? Da geht es um Schlagworte wie Fairness, Kooperation und Konkurrenz. Das nehmen sie schon mit. Und an vielen Stellen fragen sie sich auch: Wie würde ich mich da verhalten? Würde ich mich zum Beispiel nackt fotografieren lassen? Wie weit würde ich gehen? Hätten Heidi oder Dieter das zu mir sagen dürfen? Das ist nichts anderes als Identitätsarbeit. Sie klären für sich: Wer bin ich? Wenn wir dann aus der Perspektive der Bildungsoberschicht auf diese Formate und die Zuschauer herabschauen, sind wir letztendlich doch auch nicht viel besser.</p>
<p><strong>Zur Person</strong><br />
<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/03/maya_goetz.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1264" title="maya_goetz" alt="" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/03/maya_goetz.jpg" width="75" height="75" /></a>Die Medienpädagogin Dr. May Götz ist wissenschaftliche Redakteurin am Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk, dem sie seit 2003 vorsteht. Außerdem leitet die 43-Jährige den Prix Jeunesse International, das international renommierteste Festival und Netzwerk für Kinderfernsehen weltweit.</p>
<p><em>Eva Stern | Fotos: IZI</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Herzlichen Glückwunsch: Die Maus wird 40!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 18:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Armin Maiwald]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkanal]]></category>
		<category><![CDATA[Kindernachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie kommen die Löcher in den Käse? Wer malt die Streifen in die Zahnpasta? Können Schweine schwimmen? Der Armin, der Christoph und der Ralph wissen so was. Und sie können es zum Glück nicht für sich behalten, sondern posaunen es jeden Sonntag fröhlich heraus: in der „Sendung mit der Maus“. Am 7. März 1971 gingen die „Lach- und Sachgeschichten“ im Ersten erstmals auf Sendung.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
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</a>
Wie kommen die Löcher in den Käse? Wer malt die Streifen in die Zahnpasta? Können Schweine schwimmen? Der Armin, der Christoph und der Ralph wissen so was. Und sie können es zum Glück nicht für sich behalten, sondern posaunen es jeden Sonntag fröhlich heraus: in der „Sendung mit der Maus“. Am 7. März 1971 gingen die „Lach- und Sachgeschichten“ im Ersten erstmals auf Sendung. </strong></p>
<p>„Das war Schwedisch!“, ruft es aus dem Wohnzimmer. „Nee, das war &#8230; was anderes“, ruft es aus der Küche zurück. „So reden die in Holland“, behauptet die Sofa-Fraktion. „Das war Dänisch“, klärt die Stimme im Fernseher auf. Aha. Wieder was gelernt, so ganz nebenbei, sonntags um halb zwölf in Deutschland.</p>
<p>Wenn die Maus mit den Wimpern klimpert und der kleine Elefant den Rüssel schwingt, schauen jede Woche rund 1,6 Millionen Menschen zu – vom Opa bis zum Krabbelkind. Mit der Vorspannsprache-Rate-Rallye beginnt das sonntägliche Mausritual. Seit 1973 wird der Vorspann zuerst auf Deutsch gezeigt und anschließend in einer anderen Sprache wiederholt. Anfangs auf Italienisch, Spanisch, Portugiesisch oder Serbokroatisch. Was zunächst als Einladung zum Zuschauen an die Kinder der „Gastarbeiter“-Familien gedacht ist, kommt auch bei deutschen Kindern gut an und wird zum festen Bestandteil der Sendung. Weit über 100 Sprachen hat die Mausgemeinde auf diese Weise kennengelernt, darunter Ewe (Togo), Aramäisch, Gebärdensprache, Kölsch und Quechua, die Sprache der Inka.</p>

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</a>

<p>„Es ist natürlich nicht verboten, hinterher ein bisschen schlauer zu sein. Aber man muss bei uns nichts lernen“, sagt Armin Maiwald, der die Sendung vor 40 Jahren mit aus der Taufe hob. Kinder hätten auch ein Recht auf Spaß und Unterhaltung: „Wir sind nicht die Schule. Wir arbeiten nach dramaturgischen Gesichtspunkten und nicht nach Lernzielkatalogen.“ Das war und ist das Selbstverständnis der Maus-Macher. Neben Armin, dem Maus-Mann der ersten Stunde, erklären Christoph Biemann und Ralph Caspers die Rätsel und Geheimnisse des Alltags und beantworten Fragen, auf die Eltern und Lehrer keine Antwort wissen. Der Bedarf ist groß: Etwa 1000 Briefe und E-Mails bekommt die Maus pro Woche.</p>
<p>Als Maiwalds erste Sachgeschichten über den Bildschirm flimmern, ist von der heutigen Begeisterung, ja Wertschätzung für die Sendung nichts zu spüren. Die kurzen und kommentarlosen Filme vom „Brötchen“, dem „Ei“ und der „Milch“ werden mit den absurdesten Vorwürfen bedacht: „Ihr übergießt die Wirklichkeit mit einer himbeerroten Soße aus Musik“ oder „Ihr zeigt nicht die ausgebeuteten Massen“ oder „Alles viel zu schnell“, lautet die Kritik. Es wird diskutiert in der Redaktion und im Westdeutschen Rundfunk, um letztlich doch fast alles beim Alten zu belassen: Es bleibt bei kurzen Filmen aus der Alltagswelt der Kinder und sparsamer Kommentierung. Die Bilder sollen sprechen. Schließlich ist man beim Fernsehen. „Das ist schon verrückt“, sagt Maiwald. „Die Leute, die uns heute so furchtbar loben, haben uns damals in Grund und Boden gewünscht.“<br />
<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2011/03/Maus_wird_40_1.jpg" target="_blank"></a></p>
<p>Die orangefarbene Maus mit dem aufrechten Gang, die von Anfang an in kurzen Spots ihren Schabernack treibt, wird schnell zum Publikumsliebling, so dass die „Lach- und Sachgeschichten“ 1972 zum Untertitel der „Sendung mit der Maus“ herabgestuft werden. 1975 bekommt die Maus einen Freund: den kleinen blauen Elefanten. 1987 gesellt sich die kleine gelbe Ente zu dem ungleichen Duo. Mehr als 3600 Lachgeschichten – Trickserien, Gedichte, Lieder, Videoclips – liegen im Maus-Archiv. Viele Trickfilmhelden starteten ihre (Deutschland-)Karriere bei der Maus, etwa der „Kleine Eisbär“, Janoschs Bär und Tiger, der Maulwurf, Käpt‘n Blaubär oder Shaun das Schaf.</p>
<p>Von Aalfang bis Zylinderhutherstellung reicht die Themenpalette bei den Sachgeschichten. Über 2500 Mal haben uns der Armin, der Christoph und der Ralph nun schon schlauer gemacht. Ohne sie wüssten wir nicht, dass eine Ameise unverletzt bleibt, wenn sie vom Hochhaus stürzt, dass Bakterien die Löcher in den Käse pupsen und dass 1 Milliarde 52 Millionen 814 880 Lebewesen in einer Hand voll Erde leben. Danke! Danke! Danke!</p>
<p>Und wehe es ruft einer vor zwölf an!</p>

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<p><em>Eva Stern | Fotos: WDR<br />
</em></p>
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		<title>Armin Maiwald: Recht auf Unterhaltung</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 17:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Stimme. Unter Millionen würde man sie sofort heraushören. Kaum ist das erste Wort gesprochen, taucht auch schon die große orange Maus samt kleinem blauen Elefant vor dem geistigen Auge auf und die Maus-Melodie schleicht sich in die Ohren. Diese Stimme gehört Armin Maiwald. Der Maus-(Mit)Erfinder meldet sich mit „Ja, bitte“, bei mir geht der Maus-Film an und ich frage völlig perplex „Sind Sie's, Herr Maiwald?“ Ein Lach- und Sachinterview .]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
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</a>
Diese Stimme. Unter Millionen würde man sie sofort heraushören. Kaum ist das erste Wort gesprochen, taucht auch schon die große orange Maus samt kleinem blauen Elefant vor dem geistigen Auge auf und die Maus-Melodie schleicht sich in die Ohren. Diese Stimme gehört Armin Maiwald. Der Maus-(Mit)Erfinder meldet sich mit „Ja, bitte“, bei mir geht der Maus-Film an und ich frage völlig perplex „Sind Sie&#8217;s, Herr Maiwald?“ Ein Lach- und Sachinterview .</strong></p>
<p><em>Sie wollen kein Star sein und – wie Sie mal so schön formuliert haben – nicht auf einem Podest stehen, weil &#8230;</em><br />
dann irgendwann ein Hund kommt, der dran pinkelt. Ich muss keine Kultfigur sein.</p>
<p><em>Die Sendung mit der Maus ist Kult. Sie hat eine riesige Fangemeinde und trägt sogar den Stempel „pädagogisch wertvoll“. Am Anfang hagelte es Kritik von allen Seiten: zu schnell, zu bunt, zu wenig kritisch, hieß es.</em><br />
Ja, das ist ja das Verrückte. Die Leute, die uns damals in Grund und Boden gewünscht haben, sind die, die uns heute so furchtbar loben.</p>
<p><em>Stört Sie diese Vereinnahmung – auch wenn sie von der „richtigen“ Seite kommt?</em><br />
Da halte ich es mit Hanns Joachim Friedrichs, der sagte: „Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein. Auch nicht mit der guten.&#8221; Man muss bei der Maus nichts lernen. Natürlich ist es nicht verboten, hinterher ein bisschen schlauer zu sein. Aber wir arbeiten in einem Unterhaltungsmedium. Wir können, wollen und dürfen Schule nicht ersetzen. Wir arbeiten nach dramaturgischen Gesichtspunkten – nicht nach Lernzielkatalogen.</p>
<p><em>Kinder haben auch ein Recht auf Unterhaltung und zweckfreien Spaß?</em><br />
Ja. So ist es.</p>
<p><em>Sie haben selbst zwei erwachsene Kinder. Wenn die heute noch klein wären: Was dürften sie nicht gucken?</em><br />
Ich würde sie sicherlich daran hindern wollen, diese japanischen Zeichentrickserien zu sehen, wo es ständig nur Knall, Bumm, Peng macht. Das sogenannte Kinderfernsehen der privaten Sender würde ich wahrscheinlich versuchen, ihnen abzuschlagen.</p>
<p><em>Kinder werden bisweilen abgeschoben – mit dem eigenen Fernseher ins eigene Zimmer &#8230;</em><br />
Das ist schlimm. Auch Computer im Kinderzimmer halte ich für keine gute Idee. Nicht weil ich Computer schlecht finde, sondern weil dadurch eben auch eine ganze Menge Schund im Kinderzimmer landen kann. Da sind die Eltern in der Verantwortung. Ich würde meine Kinder damit nicht alleine lassen. Man muss nachfragen: Was macht ihr da gerade, was schaut ihr euch an, mit wem chattet ihr?</p>
<p><em>Wären Sie heute gerne Kind?</em><br />
Die Frage hab&#8217; ich mir nie gestellt und werde ich mir auch nicht stellen.</p>
<p><em>Deshalb stelle ich sie ja &#8230;</em><br />
Ich habe meine Kindheit gehabt. Das war in der Kriegs- und Nachtkriegszeit. Das war eben so und es war okay. Ich habe die Verhältnisse damals als normal empfunden. Ich möchte auch nicht nochmal 20 sein. Ich halte das alles für Blödsinn.</p>
<p><em>Was ist das Geheimnis einer glücklichen Kindheit?</em><br />
Das Geheimnis einer glücklichen Kindheit sind die Eltern. Eltern, die sich um einen kümmern. Das hat nichts mit Geld zu tun, sondern mit persönlicher Zuwendung und Aufmerksamkeit, der Bereitschaft, sich den Kindern zu öffnen, sie ernst zu nehmen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.</p>
<p><em>Das tun Sie in Ihren Sendungen. Die Recherchen sind sehr aufwendig. Die Maus-Einspieler sind so gut, dass sie sogar als Lehrfilme an der Uni gezeigt werden.</em><br />
Man kann das nicht besser erklären&#8217;, hat mir mal ein Professor über einen unserer Filme gesagt. Das ist ein tolles Kompliment. Wenn auch nicht aus unserer eigentlichen Zielgruppe. Die Recherche ist aber nur ein Teil der Wahrheit, der zweite Teil ist die Umsetzung: Wie wird daraus eine gute Geschichte? Sie muss einfach sein und für jeden nachvollziehbar. Es muss kindlich gemacht aber keinesfalls kindisch sein. Kein heiteitei.</p>
<p><em>Sie sind jetzt 71 Jahre alt: Haben Sie noch Lust auf die Maus?</em><br />
Klar. Soll ich zu Hause die Blümchen an der Tapete zählen? Ich brauch&#8217; das, diesen Produktionsstress. Die Arbeit ist eben Teil meines Lebens. Ich kann und will es mir nicht anders vorstellen.</p>
<p><em>Es gibt keine großen Pläne oder einen Traum, den Sie sich noch verwirklichen möchten?</em><br />
Ach was. So etwas wie „Ich muss nochmal nach Alaska fahren&#8221; oder „Ich muss mir den linken Fuß absägen, um zu sehen ob das weh tut&#8221;? Noch dahin oder dorthin? Das hab&#8217; ich nicht und das brauche ich nicht. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich will mit offenen Augen durch die Gegend gehen, neugierig bleiben, gucken, was um mich herum passiert und daraus Geschichten machen. Mein Traum? Den nächsten Tag zu überleben und gesund zu bleiben. Und das ist alles. Fertig. Aus die Maus.</p>
<p><strong>Zur Person</strong><br />

<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/maiwald/maiwald.jpg" title="" class="shutterset_singlepic78" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/cache/78__150x150_maiwald.jpg" alt="maiwald" title="maiwald" />
</a>
Armin Maiwald wurde 1940 in Köln geboren und studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität Köln. Seine Karriere beim Fernsehen begann er als Kabelhilfe beim WDR. Später arbeitete er als Regieassistent und Regisseur und gründete schließlich eine eigene Filmproduktionsfirma. Er zählt zu den Erfindern der „Sendung mit der Maus“, die in diesem Frühjahr ihren 40. Geburtstag feiert. Armin Maiwald hat mehr als 800 Sachfilme für Sendung mit der Maus produziert. Seine Sachgeschichten sind in der „Bibliothek der Sachgeschichten“ zusammengefasst. Für seine Filme und Sachgeschichten wurde Maiwald mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Grimme Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Bundesverdienstkreuz. Maiwald lebt in Köln. Seine Frau lernte er schon im Studium kennen. Sie sind seit 50 Jahren ein Paar und haben zwei erwachsene Kinder.</p>
<p><em>Eva Stern | Fotos: WDR/Dirk Borm</em></p>
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		<title>Marie-Luise Marjan: Mutter Beimer der Nation</title>
		<link>http://www.schnelllaeufer.de/2010/12/marie-luise-marjan-mutter-der-nation/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 07:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rede und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Marie-Luise Marjan]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter Beimer]]></category>
		<category><![CDATA[Seifenoper]]></category>

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		<description><![CDATA["Das kann man nicht spielen, das muss man leben", sagt Marie-Luise Marjan über ihre Rolle als Helga Beimer in der ARD-Seifenoper Lindenstraße. Mittlerweile lebt die neue "Mutter der Nation" ihr Alter Ego, das sie seit 25 Jahren verkörpert, so gut, dass sie über die Kunstfigur mal in der dritten, mal in der ersten Person spricht.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1047" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/12/Marjan_Text.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-1047" title="Mutter Beimer" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/12/Marjan_Text-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">25 Jahre Lindenstraße: Ausgerechnet beim gemeinsamen Kochen, mit dem sie an frühere Zeiten anknüpfen wollen, geraten sich Helga (Marie-Luise Marjan) und Ex-Mann Hans (Joachim H. Luger) in die Haare. (Foto: WDR/Martin Menke)</p></div>
<p><strong>&#8220;Das kann man nicht spielen, das muss  man leben&#8221;, sagt Marie-Luise Marjan über ihre Rolle als Helga Beimer in  der ARD-Seifenoper Lindenstraße. Mittlerweile lebt die neue &#8220;Mutter der Nation&#8221; ihr Alter Ego, das sie seit 25 Jahren verkörpert, so gut, das  sie über die Kunstfigur mal in der dritten, mal in der ersten Person spricht.</strong></p>
<p><em>Frau Marjan, stört es Sie, wenn Sie mit Helga oder Mutter Beimer angesprochen werden?</em><br />
Das  sagt fast keiner mehr zu mir. Das war in den Anfangsjahren sehr viel  stärker. Die Leute wissen, dass ich Marie Luise Marjan heiße und  verbinden mit meinem Namen vor allem mein soziales Engagement.</p>
<p><em>Wie weit geht Ihre Identifikation mit Helga Beimer?</em><br />
Ich  bin in erster Linie Schauspielerin, die eine Rolle spielt. Und Helga  Beimer ist eine von Autoren erfundene Kunstfigur. Die Mutter einer  bürgerlichen Familie. Herr Geißendörfer hat diese Rolle besetzt und hat  wohl auch den richtigen Griff getan, wie man sieht.</p>
<p><em>Hat  man zu einer Dauerrolle wie in der Lindenstraße kein anderes Verhältnis  als zu einer Rolle in einem Fernsehfilm, der nach drei Monaten im  Kasten ist? Mutter Beimer führt ja nun schon seit 25 Jahren jeden  Sonntag ein Familienleben vor Millionenpublikum.</em><br />
Das ist ja eigentlich schon der Schlüssel, weshalb ich sage: Ich muss diese Figur leben.</p>
<p><em>Können Sie das näher erklären?</em><br />
Trauer  zum Beispiel, die kann ich nicht spielen. Das muss ich sein, in diesem  Moment. Ich habe das an mir auch beobachtet. Als Benni, der Sohn,  gestorben ist, ging die Trauer über ein halbes Jahr. Und das wirkte sich  schon auch auf mein Privatleben aus. Ich hatte nicht mehr so Lust auf  große Feiern, auf laute Feiern. Man liest mehr. Man geht mehr spazieren.  Man igelt sich im Grund genommen schon ein bisschen ein in den Zustand,  den man braucht für so einen Part über eine so lange Zeit.</p>
<p><em>Das geht ziemlich weit &#8230;</em><br />
Ja.  Aber meiner Meinung nach muss das so sein. Sonst ist man kein guter  Schauspieler. Natürlich gibt es auch Kollegen, die auf Kommando traurig  sein können. Ich halte da nichts davon. Ich finde, man muss diesen  Zustand für sich selbst erst einmal vorbereiten, um etwas ausstrahlen zu  können.</p>
<p><em>Mutter Beimer können Sie aber immer wieder abstreifen?</em><br />
Ja,  wenn ich im Theater Lady Macbeth spiele, nehme ich die ja auch nicht  mit nach Hause. Und bei Helga Beimer ist das nun nicht so schwer. Die  bringt ja niemanden um.</p>
<p><em>Finden Sie es schade, in der Mutter-Schublade zu stecken?</em><br />
Helga  Beimer ist keine Schublade! Die hat so viele Facetten und sich im Laufe  der Zeit weiterentwickelt. Sie hat die Aufgabe, Kinder zu erziehen,  Jugendliche auf den Weg zu bringen. Was soll mich denn an der Rolle der  Hausfrau und Mutter nerven? Das ist eine ehrenvolle Aufgabe. Und im  Gegenteil: Gerade in der heutigen Zeit zu zeigen, dass da Werte liegen,  ist ganz wunderbar.</p>
<p><em>Warum trifft Mutter Beimer so ins Herz?</em><br />
Ich  denke, das hat was mit meiner Ausstrahlung zu tun. Aber das müssen Sie  andere fragen. Ich kann ja nicht ständig meine eigene Ausstrahlung  loben.</p>
<p><em>Woher kommt die? Die Mutterrolle ist eine berufliche Rolle geblieben.</em><br />
Ja,  aber das macht nichts. Das ist eine Typfrage. Es gibt Frauen, die haben  eben dieses Runde, Warme, dieses Sich-anlehnen-dürfen in ihrer  Ausstrahlung. Da ist es doch wurscht, ob die im wirklichen Leben Kinder  haben oder nicht. Frau Merkel hat auch keine Kinder, hat aber irgendwas  Mütterliches, finde ich.</p>
<p><em>Fühlen Sie sich nicht doch von der Rolle der Helga Beimer vereinnahmt?</em><br />
Von  der Rolle weniger. Aber von dem ganzen Drumherum. Auftritte, Interviews  und so was. Das fing ja damit an, dass wir die Lindenstraße am Anfang  erst einmal durchboxen mussten. Die Kritiken waren nicht so besonders.</p>
<p><em>Aber die Lindenstraße hat sich durchgesetzt und gehalten. Was ist das Erfolgsgeheimnis?</em><br />
Die  Lindenstraße war eben nicht Denver oder Dallas, sondern es ging und  geht um Menschen wie du und ich. Das Publikum hat uns und auch die  völlig neue Dramaturgie der Serie gleich akzeptiert. Und dann sind da  natürlich die Themen, die wir anpacken. Das geht über den Alltag hinaus  und hat schon wieder was mit Kunst und Fernsehspiel zu tun. Wir fassen  alle politischen und gesellschaftlichen Themen an, sei es nun der Krieg  in Afghanistan, die Fußballweltmeisterschaft oder Gewalt in der Ehe.</p>
<p><em>Sie sagen, Sie können zu Ihrer Rolle professionell Distanz halten. Können das die Fans auch?</em><br />
Ja.  Und die Anteilnahme der Fans ist sehr schön. Es gibt viele Fanclubs und  nach wie vor jede Menge Post und Reaktionen auf das Schicksal der  Lindenstraßen-Bewohner.</p>
<p><em>Plaudern Sie ein bisschen aus dem Nähkästchen?</em><br />
Ich  kann mich noch gut an die Briefe erinnern, die ich bekam, als es mit  Klausi so viele Probleme gab, er gelogen und betrogen hat. Da haben mir  ganz viele Menschen geschrieben.</p>
<p><em>Um Ihnen beizustehen?</em><br />
Weil sie Rat wollten. Da waren kurioserweise viele alleinstehende Väter, die  geschrieben haben, sie hätten mit ihren Söhnen ähnliche Probleme, und ob ich ihnen einen Tipp geben könne. Und das habe ich gemacht. Oder die  Scheidung von Hans. Dagegen haben die Leute regelrecht demonstriert. Das  hat sie in ihrer eigenen heilen Welt erschüttert. Die wollten das nicht. Und manche denken heute noch, ich sei mit Hans verheiratet.  Obwohl ich schon seit 18 Jahren mit Erich zusammen bin.</p>
<p><em>Hausfrau, Mutter, Geliebte, Geschäftsfrau. Was kommt noch auf Helga Beimer zu?</em><br />
Gerade durchlebt sie ja wieder einen Wandel. Helga ist Rentnerin.</p>
<p><em>Sie sagen das voller Begeisterung &#8230;</em><br />
Klar. Jetzt beginnt das Leben so richtig.</p>
<p><em>Sie wollen es richtig krachen lassen?</em><br />
Wenn&#8217;s nach mir ginge, schon. Jetzt, wo Erich und ich endlich Zeit haben,  könnten wir doch eine Rentnerband gründen und Musik machen. Wissen Sie  was? Das schlage ich den Drehbuch-Autoren vor!</p>
<p><em>Sie sind 70 Jahre alt. Haben Sie noch Lust auf anstrengende Tage am Set?</em><br />
Die  Arbeit ist auch nicht anstrengender als vor 20 Jahren. Und wie gut ich  bin, hängt ja nicht nur von mir ab. Alleine können Sie nie gut sein. Das  ist wie beim Tennis. Wenn der Partner einen schlechten Ball schlägt,  können Sie keinen guten zurückspielen.</p>
<p><strong>Zur Person: Marie-Luise Marjan</strong><br />
Die Rolle der Mutter scheint Marie-Luise Marjan auf den Leib geschrieben.  Bereits in ihrem ersten Fernsehfilm „Untergang der Freiheit&#8221; spielte  sie eine Mutter &#8211; mit gerade mal 19 Jahren. Es folgten 26 weitere  Mutterrollen im Fernsehen wie auf der Bühne. Marjan selbst war gleich nach ihrer Geburt von ihrer Mutter zur Adoption freigegeben worden und wuchs bei Pflegeeltern  auf. Eigene Kinder hat die Schauspielerin nicht. Für ihr soziales  Engagement &#8211; insbesondere für das Kinderhilfswerk Unicef und Plan International &#8211; erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: WDR/Martin Menke<br />
</em></p>
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		<title>Sybille Waury: Will man wirklich Tanja Schildknecht sein?</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 19:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rede und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Seifenoper]]></category>
		<category><![CDATA[Sybille Waury]]></category>
		<category><![CDATA[Tanja Schildknecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Millionen Menschen kennen Sybille Waury als Tanja Schildknecht aus der "Lindenstraße". Die Berlinerin ist seit 25 Jahren dabei. Im Interview erzählt die Schauspielerin, warum die Rolle in der TV-Soap gut für ihre Ehe ist. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/12/tanja_schildknecht.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1065" title="tanja_schildknecht" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/12/tanja_schildknecht-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Millionen  Menschen kennen Sybille Waury als Tanja Schildknecht aus der  &#8220;Lindenstraße&#8221;. Die Berlinerin ist seit 25 Jahren dabei. Im Interview  erzählt die Schauspielerin, warum die Rolle in der TV-Soap gut für ihre  Ehe ist. </strong></p>
<p><em>Frau  Waury, Sie sind mit 15 Jahren bei der &#8220;Lindenstraße&#8221; eingestiegen und  vor einem Millionenpublikum Erwachsen geworden. Wie hat Sie diese  Erfahrung beruflich und privat geprägt?</em><br />
Schwer zu sagen, ich weiß ja nicht, wie es ohne die &#8220;Lindenstraße&#8221; gewesen wäre. Was den Stress betrifft: Das hielt sich in Grenzen.</p>
<p><em>Die  Arbeitsbelastung ist die eine Sache. Die andere Frage ist: Will man  wirklich Tanja Schildknecht sein? Sie stolpert und zickt sich durchs  Leben und lässt dabei kein Drama aus. Sympathiepunkte bringt das  jedenfalls nicht.</em><br />
Als Schauspielerin bin ich mit der Figur  absolut glücklich. Die hat so bekloppte Züge. Das ist, als würde ich  zehn Rollen spielen. Jedenfalls habe ich nie das Gefühl, immer das  Gleiche zu spielen. Das ist schon schräg, wenn man das Drehbuch liest  und weiß, der eigenen Figur passiert was ganz Schreckliches und man  selber freut sich ganz furchtbar: Die bekommt eine totale Psychose.  Super! Und noch einer, der sie hasst. Klasse! Oder man darf heulend  zusammenbrechen und steht hinterher ganz entspannt auf, weil es Spaß  gemacht hat. Meinem Mann fiel auch irgendwann auf, dass es ganz gut ist,  wenn ich mich als Tanja beim Drehen austoben kann. Tanja motzt rum und  sagt immer, was sie denkt. Das scheint mich in gewisser Weise zu einem  ausgeglicheneren Menschen zu machen.</p>
<p><em>Was  sagen denn die Leute auf der Straße. Irene Fischer alias Anna Ziegler  wurde bespuckt und beschimpft, als sie Helga ihren Hansemann ausgespannt  hat &#8230;</em><br />
Klar wird man mit der Rolle in Verbindung  gebracht. Als 15-Jährige nervt einen das natürlich viel eher. Aber da  hatte ich Glück: Mich hat keine Sau erkannt. Tanja war immer extrem  geschminkt und aufgemotzt. Die hatte so eindeutig gar nichts mit mir zu  tun, dass da keine Verwechslungen möglich waren.</p>
<p><em>Und heute?</em><br />
Ist es immer noch oft so, dass mich die  Leute ansprechen und sagen: Wissen Sie, dass Sie der Tanja Schildknecht  wahnsinnig ähnlich sehen? Dann sage ich manchmal: Ja, stimmt. Total  ähnlich. Meistens werde ich tatsächlich an der Stimme erkannt. Irgendwie  ist meine Stimme wohl markanter als mein Gesicht.</p>
<p><em>Wollen Sie nicht berühmt sein?</em><br />
Ich habe mich damit abgefunden und denke  nicht mehr darüber nach. Wo ich erkannt werden muss, werde ich auch  erkannt. Ansonsten ist es sehr schön, mit meinen Kindern unerkannt durch  Berlin laufen zu können.</p>
<p><em>Und wie wirkt es sich im Beruf aus, wenn alle bei Sybille Waury erst einmal an Tanja Schildknecht denken?</em><br />
Meine Lieblingszeit war eigentlich, als ich  als Tanja gerade im Begleitservice gearbeitet habe und parallel dazu den  Käpt&#8217;n-Blaubär-Club moderiert habe. Das hat keiner zusammengekriegt.  Ansonsten ist &#8220;Lindenstraße&#8221; schon eher was, weswegen man keine anderen  Rollen bekommt. Oft denken die Leute, dass man durch die Serie so  eingebunden ist und keine Zeit für andere Sachen hat.</p>
<p><em>Haben Sie schon mal ans Aufhören gedacht?</em><br />
Nein. Der Beruf ist ja auch einfach super.  Ich komme dahin. Mir werden die Klamotten hingelegt. Ich werde  geschminkt. Ich genieße dieses  mein-Leben-an-der-Kasse-abgeben-und-jemand-anders-Spielen sehr. Ich  finde, sich um das eigene Leben zu kümmern, ist schon anstrengend genug.  Es ist klasse, wenn mir jemand sagt, was ich anzuziehen habe und was  ich zu sagen habe.</p>
<p><em>Gibt es ein Berufsleben neben der &#8220;Lindenstraße&#8221;?</em><br />
Nein, im Moment läuft gar nichts nebenher.  Das ist wie ein großer Fluch und hängt wahrscheinlich auch mit dem Alter  zusammen. Mit 25 kriegt man einfach mehr Rollen als mit 40. Ich wäre  froh, wenn ich wüsste, woran es liegt.</p>
<p><em>Würden Sie denn gerne mehr machen?</em><br />
Ja, klar.</p>
<p><em>Was würde Sie denn reizen?</em><br />
Comedy hat was sehr Verführerisches. Ich würde eher so in der Abteilung &#8220;Danni Lowinski&#8221; mitmachen wollen als im &#8220;Tatort&#8221; zu morden. Drama gibt es in der &#8220;Lindenstraße&#8221; ja ohne Ende. Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es weinen.</p>
<p><em>Eva Stern | Foto: Lindenstraße</em></p>
<p>erschienen bei: <a href="http://www.stern.de/kultur/tv/sybille-waury-aus-der-lindenstrasse-wenn-ich-eines-gelernt-habe-dann-ist-es-weinen-1632320.html" target="_blank">stern.de</a></p>
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		<title>Ulrike Folkerts: Gelassene Lena</title>
		<link>http://www.schnelllaeufer.de/2010/10/ulrike-folkerts-gelassene-lena/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 18:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rede und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lena Odenthal]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrike Folkerts]]></category>

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		<description><![CDATA[Als "Tatort"-Kommissarin musste sich Ulrike Folkerts anfangs in einer Männer-Domäne durchboxen. Im August 2010 ermittelte  sie in der Rolle der Lena Odenthal zum 50. Mal in Ludwigshafen.  Mittlerweile ist sie die Chefin und muss sich und anderen nichts mehr  beweisen. Auch  Folkerts' Verhältnis zu ihrer Rolle hat sich nach über 20 Jahren deutlich entspannt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Als &#8220;Tatort&#8221;-Kommissarin musste sich Ulrike Folkerts anfangs in einer Männer-Domäne durchboxen. Im August 2010 ermittelte  sie in der Rolle der Lena Odenthal zum 50. Mal in Ludwigshafen.  Mittlerweile ist sie die Chefin und muss sich und anderen nichts mehr  beweisen. Auch  Folkerts&#8217; Verhältnis zu ihrer Rolle hat sich nach über 20 Jahren deutlich entspannt.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><em>War Ihr 50. Fall als Kommissarin Lena Odenthal etwas Besonderes oder eine Folge wie alle anderen auch?</em><br />
Unserem  Regisseur Lars Montag war schon bewusst, dass er da einen  Jubiläums-&#8221;Tatort&#8221; dreht. Er hatte sehr besondere Einfälle und hat sie  zusammen mit der Kamerafrau sehr liebevoll und bis ins Detail umgesetzt.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Zum Beispiel?</em><br />
Er hatte die grandiose Idee mit dem Tauchglockenschiff.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Das es dem Täter ermöglicht, trockenen Fußes auf dem Boden des Rheins zu morden.</em><br />
Genau. Oder er hat die Katze gut eingebaut. Oder die Dachterrasse, auf der wir nachts draußen sitzen. Das ist so eine besondere Atmosphäre.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Und inhaltlich?</em><br />
Ich  hatte mir seit Langem einen Serientäter gewünscht. Und der Typ, mit dem es Lena da zu tun bekommt, ist wirklich die reine Provokation.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Starke Frauen sind ein Leitmotiv in „Hauch des Todes&#8221;. Vor 20 Jahren war Lena Odenthal noch ganz schön burschikos unterwegs. Heute braucht es keine Lederjacke mehr, um Stärke zu symbolisieren.</em><br />
Damals war ich die einzige Kommissarin. Man kämpfte um seine Glaubwürdigkeit. Frauen mit Pistole? Das wurde echt belächelt. Lena war jung und musste zeigen, was sie drauf hat. Auch Ulrike Folkerts durfte sich an der Rolle und den starken Schauspielpartnern die Zähne ausbeißen. Heute ist Lena Odenthal eine erfahrene Polizistin. Sie ist die Chefin &#8220;vom Janzen&#8221; und muss nicht mehr beweisen, dass sie diesen Job gut macht. Sie hat eine größere Gelassenheit.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Gibt es Parallelen zwischen Lena Odenthal und Ulrike Folkerts?</em><br />
(lacht) Naja, ich wäre natürlich auch froh, wenn Ulrike Folkerts ein bisschen gelassener geworden wäre. Aber doch, ja: Auf jeden Fall profitiert eine Figur von der Entwicklung einer Schauspielerin und umgekehrt.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Kommissarinnen sind heute selbstverständlich. Welche Ihrer &#8220;Tatort&#8221;-Kolleginnen mögen Sie besonders?</em><br />
Ich mag Eva Mattes. Als ich noch davon träumte, Schauspielerin zu werden, fand ich Eva Mattes schon großartig. Auch Sabine Postel schaue ich gern. Und ich mochte Andrea Sawatzki in Frankfurt. Anneke Kim Sarnau vom Polizeiruf finde ich auch gut.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Ist ein guter &#8220;Tatort&#8221; eher Gesellschaftskritik oder eher Krimi?</em><br />
Die  Mischung macht&#8217;s. Ich mache drei &#8220;Tatorte&#8221; pro Jahr. Da ist es schön, wenn man sagt: Wir nehmen ein gesellschaftlich relevantes Thema, wir machen einen Thriller und vielleicht auch mal einen Actionfilm. Genau  diese Mischung macht das Format für einen Schauspieler interessant.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Und was sagt die Zuschauerin Ulrike Folkerts?</em><br />
Die sagt dasselbe. Es wird einfach nicht langweilig.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Der &#8220;Tatort&#8221; ist vor 40 Jahren als Kriminalfilm an den Start gegangen.  Heute hat fast jeder Ermittler ein Privatleben. Und den Münsteraner &#8220;Tatort&#8221; schaltet man auch ein, weil man da etwas zu lachen hat.</em><br />
Es gibt immer mehr Ermittler. Neue Formate wollen herausstechen und müssen sich was einfallen lassen. Das finde ich auch gut. Man darf nur nicht daherkommen und sagen: So, jetzt müssen wir auch lustig werden. Diese Diskussionen gab es. Auch bei uns. Machen wir nicht zu viel schwere Kost? Muss der Zuschauer nicht mal was zu schmunzeln haben?</p>
<p style="text-align: left;"><em>Und?</em><br />
Das gelingt eben nicht bei jedem Drehbuch. Die komischen Dinge sind schwer zu schreiben. Klar ist es lustig, wenn Koppers italienische Klapperkiste nicht anspringt und Lena schieben muss. Aber das kann man nicht jedes  Mal machen.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Komik ist Kunst?</em><br />
Komik ist eine wirklich schwere Kunst. Das haut nicht immer hin. Aber ich denke, &#8220;Tatort&#8221; hat auch so eine große Chance, weiter beliebt zu sein. Ich werde ihn immer gucken.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Sind Sie ein &#8220;Tatort&#8221;-Junkie? Darf man Sie sonntags 20.15 Uhr anrufen?</em><br />
Im Sommer sitze ich dann noch draußen oder bin mit Freunden unterwegs. Aber im Winter gehöre ich schon zu den regelmäßigen Guckern.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Welche Themen würden Sie gerne im Ludwigshafener &#8220;Tatort&#8221; aufgreifen?</em><br />
Unter anderem wird es einen &#8220;Tatort&#8221; aus dem Wanderzirkus-Milieu geben und einen zum Frauenfußball.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Was ist an Frauenfußball kriminell?</em><br />
(lacht) Das werde ich im November oder Dezember im Drehbuch lesen.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Solange die Drehbücher gut sind, wollen Sie weiter Verbrecher jagen. Ihr Verhältnis zur &#8220;Tatort&#8221;-Rolle war nicht immer so entspannt.</em><br />
Das stimmt. Das hat sich aber gegeben, weil meine Rechnung aufgegangen ist, Lena nicht aufgeben zu müssen, um andere Dinge zu machen. Seit ein paar Jahren funktioniert das sehr gut. Ich bekomme schöne Aufgaben und darf danach wieder &#8220;Tatort&#8221; drehen. Das ist wunderbar.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Was ist vorher schief gelaufen?</em><br />
Ich habe das nie so genau analysiert. Vielleicht dachten die Leute, als &#8220;Tatort&#8221;-Kommissarin ist man zu teuer oder will nur Hauptrollen spielen. Und in anderen Krimis hat man als &#8220;Tatort&#8221;-Gesicht ohnehin keine Chance. Verständlicherweise. Und dann muss man eben auch einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Was ist Ihr bester &#8220;Tatort&#8221;?</em><br />
Den gibt es nicht. Jeder ist auf seine Art besonders.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Dann andersherum: Gibt es einen schlechten?</em><br />
Den verrat&#8217; ich nicht. Dann schreiben Sie über den schlechtesten und der beste kommt nicht vor.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Den kenne ich ja gar nicht.</em><br />
Jeder hat da eine eigene Meinung. &#8220;Hauch des Todes&#8221; ist für mich definitiv einer der herausragenderen. Auch von der Machart.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Eva Stern | Foto: SWR<br />
</em></p>
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		<title>Shary Reeves: Von Beruf Klugscheißerin</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 06:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Anfänger und Fortgeschrittene]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Klugscheißer]]></category>
		<category><![CDATA[Shary Reeves]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen macht Ah!]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Shary die kleinen und großen Rätsel der Welt erklärt, ist das für alle Klugscheißer Pflichtprogramm. Aus ihrer eigenen Schulzeit ist allerdings nicht so viel hängengeblieben, verrät die Kölnerin im Interview. Shary, zusammen mit Ralf Caspers moderierst du jetzt schon seit fast zehn Jahren die Sendung &#8220;Wissen macht Ah!&#8221;. Seitdem ist &#8220;Klugscheißer&#8221; kein Schimpfwort mehr. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Shary die kleinen und großen Rätsel der Welt erklärt, ist das für alle Klugscheißer Pflichtprogramm. Aus ihrer eigenen Schulzeit ist allerdings nicht so viel hängengeblieben, verrät die Kölnerin im Interview.</strong></p>

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<p><em>Shary, zusammen mit Ralf Caspers moderierst du jetzt schon seit fast zehn Jahren die Sendung &#8220;Wissen macht Ah!&#8221;. Seitdem ist &#8220;Klugscheißer&#8221; kein Schimpfwort mehr.</em><br />
Stimmt. Das ist heute fast schon ein Kompliment. Man darf es sagen. Vor 15 Jahren war das noch anders. Da haben die Radiostationen keine Lieder gespielt, in dem das Wort &#8220;Scheiße&#8221; vorkam.</p>
<p><em>Wer von euch beiden ist denn der größere Klugscheißer?</em><br />
Eindeutig Ralf. Der schreibt auch die Drehbücher für die Moderation. Die Ideen und Themen kommen aber aus dem ganzen Team und natürlich auch von unseren Zuschauern.</p>
<p><em>Ihr habt passend zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika eine Quiz-Sondersendung zum Thema Schwarz-Weiß gemacht. Du schlüpfst dabei in die Rolle der Quizmoderatorin und Ralf ist …</em><br />
… alle drei Kandidaten.</p>
<p><em>Das klingt ziemlich schräg.</em><br />
Das ist schräg. Genau so wie die Themen. Wir beantworten zum Beispiel die Frage, warum Vogelkacke immer weiß ist oder warum Weißbrot schneller schimmelt und was überhaupt ein Schwarzfahrer ist.</p>
<p><em>Oder warum es Menschen mit schwarzer und mit weißer Haut gibt.</em><br />
Ja. Das hat mit der Sonnenstrahlung zu tun.</p>
<p><em>Es gibt auch heute noch Menschen, die sich wegen ihrer hellen Haut für etwas besseres halten.  Deine Mutter stammt aus Tansania, dein Vater ist Kenianer. Bist du wegen Deiner dunklen Hautfarbe schon einmal ausgegrenzt worden?</em><br />
Als Kind schon. Da wurde ich zum Beispiel nicht auf Kindergeburtstage eingeladen. Das hat ganz schön weh getan. Allerdings hat sich das dann so ab der 8. Klasse geändert. Da war ich auf einmal cool und total in. Auch als Erwachsene habe ich manchmal das Gefühl, dass es Leute gibt, die dunkelhäutigen Menschen nicht viel zutrauen und sich heimlich fragen: Was will die denn hier? Aber ansonsten bin ich heute eine glückliche Klugscheißerin.</p>
<p><em>Du musst Ralf oft bremsen, wenn er vor lauter Begeisterung beim Erklären völlig abhebt &#8230;</em><br />
Genau. Ich staune und lerne bei jeder Sendung. Aus meiner Schulzeit ist irgendwie nicht so viel hängen geblieben.</p>
<p><em>Schule war nicht so dein Ding?</em><br />
Naja, sagen wir mal so: Heute weiß ich, dass eine andere Art zu lernen besser für mich gewesen wäre. Ich hätte gerne mehr selbst bestimmt, was und wie ich lerne. Ich habe mich für ganz viele unterschiedliche Sachen interessiert. Nur hat das keiner bemerkt, weil das eben nicht immer zum Unterricht gepasst hat. Ich habe an einer eher strengen Klosterschule für Mädchen mein Abitur gemacht.</p>
<p><em>Du bist begeisterte Fußballerin, hast sogar in der Bundesliga gespielt. Du läufst Marathon, bist Snowboard- und Inline-Lehrerin. War Sport dein Lieblingsfach?</em><br />
Nie! Sport in der Mädchenschule hieß: Man rennt drei Runden im Kreis und hopst dabei ab und zu über einen Kasten. Das ist Ponylaufen. Aber kein Sport. Mein absolutes Lieblingsfach war Kunst.</p>
<p><em>Warum?</em><br />
Weil mich die Lehrerin verstanden hat. Ich konnte bei ihr so kreativ sein, wie ich eben bin. Sie hat das geschätzt und mich sogar dazu ermutigt. Im Kunstunterricht hat man viele Freiheiten.</p>
<p><em>Ist das wichtig für dich?</em><br />
Absolut. Ich kann nicht gut unter Leistungsdruck arbeiten. Mein bestes Spiel als Fußballerin hatte ich zum Beispiel auch, als ich mit dem aktiven Fußball aufgehört hatte.</p>
<p><em>Hast du eine Botschaft an alle Klugscheißer?</em><br />
Hört nie auf neugierig zu sein. Es gibt immer spannende Themen, die einen das ganze Leben lang begleiten!</p>
<p><em>Eva Stern | Fotos: WDR/Thorsten Schneider/Nola Bunke</em><em><br />
</em></p>
<p><em>mehr zum Thema: <a href="http://www.schnelllaeufer.de/2009/12/ich-wuerde-mich-gucken" target="_self">&#8220;Ich würd&#8217; mich gucken&#8221;</a></em></p>
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		<title>Richy Müller: Hoffnungsträger Lannert</title>
		<link>http://www.schnelllaeufer.de/2009/12/hoffnungstraeger/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 07:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rede und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Richy Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Lannert]]></category>

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		<description><![CDATA[Schauspieler Richy Müller schätzt seine Unabhängigkeit. An den "Tatort" hat er sich dennoch gebunden. Sein fünfter Fall als Kommissar Thorsten Lannert ist zugleich die 750. Folge der erfolgreichsten deutschen Krimireihe. Ein Gespräch über Ängste und Verzicht, Qualität und Intuition – und warum er lieber ohne Familie Verbrecher jagt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schauspieler Richy Müller schätzt seine Unabhängigkeit. An den &#8220;Tatort&#8221; hat er sich dennoch gebunden. Sein fünfter Fall als Kommissar Thorsten Lannert ist zugleich die 750. Folge der erfolgreichsten deutschen Krimireihe. Ein Gespräch über Ängste und Verzicht, Qualität und Intuition – und warum er lieber ohne Familie Verbrecher jagt.</strong><br />

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			<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/tatort/tatort3_text.jpg" title="Thorsten Lannert (Richy Müller) versucht, Brise (Bibiana Zeller) zu trösten. Sie leidet unter dem Tod ihres Mannes und will nicht mehr weiterleben. (Foto: SWR/Stephanie Schweigert)" class="shutterset_set_9" >
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			<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/tatort/tatort1_text.jpg" title="Brise Schubert (Bibiana Zeller) fühlt sich ohne ihren Mann verloren. Ihre Aussetzer verstärken sich und sie ist nicht imstande, Lannert (Richy Müller, l.) und Bootz (Felix Klare, M.) konkrete Informationen über den Tod ihres Mannes zu geben. (Foto: SWR/Peter A. Schmidt)" class="shutterset_set_9" >
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			<a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/gallery/tatort/tatort4_text.jpg" title="Richy Müller ist Thorsten Lannert im Stuttgarter &quot;Tatort&quot;. (Foto: SWR/Sabine Hackenberg)" class="shutterset_set_9" >
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</p>
<p><em>Mögen Sie keine Familie?</em><br />
Doch natürlich. Aber nicht als Tatort-Ermittler. Da fehlt die Zeit, um neben dem Fall noch eine Familiengeschichte zu erzählen. Das Ergebnis wäre einfach unbefriedigend. Deshalb habe ich mir einen familiär ungebundenen Kommissar gewünscht.</p>
<p><em>Aber eine Oma hätte Sie Ihrem Kommissar gerne zur Seite gestellt?</em><br />
(lacht) Ja, das stimmt. Allerdings wäre eine richtige Oma  natürlich Quatsch gewesen. Die hätte dann um die 100 Jahre alt sein müssen, um wirklich Lannerts Oma zu sein.</p>
<p><em>Aber?</em><br />
Ich wollte gerne die ältere Generation dabei haben. Wir müssen ja nicht gleich verwandt sein. Das kann man dramaturgisch auch anders lösen. Alte Menschen kommen in Filmen viel zu wenig vor. Oder nur in Filmen, die speziell alte Menschen zum Thema haben. Das ist doch schade. Die Mischung, das Generationenübergreifende fehlt: Dass da jemand ist, der einem einen weisen Spruch mit auf den Weg gibt oder einen an die Hand nimmt. Eben jemand mit Lebenserfahrung, den im positiven Sinne nichts mehr beeindrucken kann. Vom Gefühl her sind das nicht die Eltern, sondern die Großeltern.</p>
<p><em>Der aktuelle Fall „Altlasten“ beschert Ihnen mit der Figur der Witwe Brise Schubert zwar die gewünschte „Oma“. Allerdings auch die generationenübergreifenden Abgründe. Es geht um Vertrauen und Überforderung, Liebe und Verantwortung, Verlust und Selbstverwirklichung.<br />
</em>Ja, die großen Lebensfragen. Und das Thema Generationenaustausch ist schön getroffen. Alles spielt ganz kompakt in einer Familie. Das ist sehr gelungen. Und dann noch mit so einer entzückenden Kollegin wie Bibiana Zeller, die mit ihren 82 Jahren beim Drehen so eine Power an den Tag gelegt hat. Das war sehr beeindruckend. Ich finde, es ist wirklich ein besonderer &#8220;Tatort&#8221; geworden und er passt auch in die besinnliche Zeit. Das war Super-Timing.</p>
<p><em>Sie haben keine Angst vor dem Alter?</em><br />
Nein. Auch wenn irgendwann das Thema Tod immer präsenter wird. Jeder Tag könnte der letzte sein. Ab einem gewissen Alter beschäftigt einen das natürlich.</p>
<p><em>Sie sind 54 Jahre.</em><br />
Selbst wenn ich 100 Jahre alt werden sollte, ist das jetzt schon die zweite Halbzeit. Ich habe keine Angst vor dem Alter und auch nicht vor dem Tod. Höchstens vor dem Sterben. Ich hoffe, dass ich gesund sterbe. Ich akzeptiere den Tod als Teil des Lebens. Wenn man das verdrängt und plötzlich merkt: Kinder, jetzt ist es bald vorbei!, kommt die Panik.</p>
<p><em>Haben Sie vor gar nichts Angst?</em><br />
Doch klar. Ich bin ja nicht der Dalai Lama. Da sind zum Beispiel die üblichen Ängste um die Kinder. Dass sie gesund bleiben, ihnen nichts zustößt. Das ist ganz normal. Ängste sind auch wichtig. Aber wenn man zu viele Angst hat, ist man ja fast beschwörend. Insofern bin ich relativ angstfrei unterwegs.</p>
<p><em>Vor allem im Auto. In der ersten &#8220;Tatort&#8221;-Folge als Kommissar Lannert geben Sie ganz schön Gas.</em><br />
Ja, als es um die Schnelligkeit ging. Zerlegt wurde das Auto aber dann von Stuntmen. Was ich meine, ist, dass man sich nicht in Ängste hineinsteigern darf. Wenn man Angst zum Maßstab nimmt, dürfte man ja gar nichts mehr machen. Man kann sich relativ schnell in eine Phobie hineindenken.</p>
<p><em>Wie ist es mit der Angst vor Vereinnahmung oder Festlegung auf eine bestimmte Rolle?</em><br />
Das kann mir nicht nochmal passieren. Dafür bin ich schon viel zu lange im Beruf und losgelöst von irgendwelchen Etiketten. Das einzige Etikett, was mir anhängt, ist das des &#8220;Richy&#8221;.</p>
<p><em>Dessen Namen Sie ja auch tragen.</em><br />
Ja. Aber nicht, weil ich mir den bewusst ausgesucht hätte. Eher umgekehrt. Nach der Ausstrahlung der &#8220;Großen Flatter&#8221; 1979 war ich für alle einfach &#8220;der Richy&#8221;. Die drei Folgen haben über 22 Millionen Menschen gesehen. Das war ein Straßenfeger. Irgendwann kam dann die Überlegung, dass das auch offiziell mein neuer Vorname werden könnte.</p>
<p><em>War der richtige denn so schlimm?</em><br />
Naja, wenn du in der Schauspielschule bist und Hans-Jürgen Müller heißt, machst du dir natürlich so deine Gedanken.</p>
<p><em>&#8220;Thorsten Lannert&#8221; ist für Richy Müller aber keine Gefahr?</em><br />
Nein. &#8220;Bist du nicht der Thorsten Lannert?&#8221;, werden mich wohl nur wenige fragen. Etwas anderes ist es natürlich, wenn man seine Karriere als &#8220;Tatort&#8221;-Kommissar beginnt. Das kann schon sehr festlegen.</p>
<p><em>Die Zusage zum &#8220;Tatort&#8221; war die erste feste Verpflichtung in Ihrer Karriere &#8230;</em><br />
… und eine der schnellsten Zusagen, die ich je gegeben habe.</p>
<p><em>Warum?</em><br />
&#8220;Tatort&#8221; ist Kult. Und &#8220;Tatort&#8221; heißt Qualität. Jeder, der für diese Reihe dreht, weiß das. Gute Autoren schreiben gute Bücher, die von guten Regisseuren mit guten Schauspielern verfilmt werden. Wenn man da nicht &#8220;Ja&#8221; sagt. Klar war es ein Sprung ins kalte Wasser, vor allem wenn man über 30 Jahre lang freiberuflich gearbeitet hat.</p>
<p><em>Jetzt sind schon sechs Folgen im Kasten. Immer noch so begeistert?</em><br />
Ja, ich bin wirklich überglücklich. Die Reaktionen der Leute sind sehr positiv. Die Arbeit mit meinem Partner Felix Klare macht einfach Spaß. Und ich habe das Gefühl: Ich bin guten Händen. Die Macher wollen diese Eigenenergie, nicht nur jemanden, der eine Rolle spielt. Das ist so ein bisschen wie mit Michael Schumacher bei Ferrari. Der war nicht nur ein schneller Rennfahrer, sondern hatte die Begabung, die Ressourcen, die es bei Ferrari gab, zu ordnen. Nicht unbedingt aus deutscher Ordentlichkeit, sondern einfach, weil er die Leute mit seiner Begeisterung für den Sport angesteckt und in die Pflicht genommen hat. Er hat sein Bestes gegeben und von den anderen das Beste verlangt. Der &#8220;Tatort&#8221; ist auch so ein gegenseitiges Qualitätsversprechen.</p>
<p><em>Welche Qualitäten hat Thorsten Lannert?</em><br />
Zuallererst: Er leidet nicht unter seinem Beruf. Wer will denn einen &#8220;Tatort&#8221;-Kommissar sehen, der permanent Schmerz verspürt über die Schlechtigkeit dieser Welt? Das will man nicht. Ich wollte jemanden darstellen, der das mit Überzeugung macht und den Versuch startet, Ordnung reinzubringen, indem er Gerechtigkeit walten lässt. Der trotz aller schlimmen Dinge nicht den Mut verliert. Lannert ist ein Hoffnungsträger.</p>
<p><em>… und wie Sie ein Bauchmensch.</em><br />
Lannert vertraut seiner Intuition. Im Zweifelsfall handelt er auch gegen die Vorschriften. Das stärkste Moment bei mir in der Arbeit ist die Zurückgenommenheit. Dadurch kommt, glaube ich, mehr zum Vorschein: eben die Figur und nicht der Schauspieler. Schauspieler ist eigentlich sowieso das falsche Wort. Ich spiele nicht, ich mache keine Schau. Ich bin. Ab und zu werde ich gefragt, ob ich nicht Schauspielunterricht geben könnte. Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, was ich den Schülern sagen sollte. Ich spiele sehr intuitiv. Ich beobachte und erspüre den Moment – und lass es laufen. Das ist alles.</p>
<p><em>Ruhen Sie im richtigen Leben auch so in sich selbst?</em><br />
Ich bin nach wie vor ein impulsiver Mensch und kann mich auch über Kleinigkeiten richtig ärgern, wo man eigentlich großzügig drüber hinweg sehen müsste. Gedankenlosigkeit regt mich auf. Grundsätzlich bin ich jemand, der nicht festhält oder klammert. Ich habe keinen Besitzanspruch &#8211; gerade was Menschen angeht. Menschen gehören einem nicht. Ich habe zum Beispiel nie von &#8220;meiner Tochter&#8221; gesprochen, sondern immer nur von Paulina.</p>
<p><em>Auf was könnten Sie denn nicht verzichten?</em><br />
Eigentlich könnte ich auf alles verzichten. Außer auf gute Menschen um mich herum. Ich fahre liebend gerne Auto. Das ist kein Geheimnis. Man sagt ja immer, ein Drittel des Lebens verbringt man im Bett. Ich glaube, ich sitze das zweite Drittel im Auto. Aber: Ich könnte auch auf das Auto verzichten, wenn es sein müsste. Das ist schwer zu erklären. Es ist einfach die Überzeugung, keinen Besitz haben zu müssen. Den Moment wahrnehmen, das ist für mich wichtig. Ich bin nicht luxusabhängig. Ich kann mich bescheiden, wohne zur Miete.</p>
<p><em>Mit den &#8220;Tatorten&#8221; im Rücken lebt es sich aber schon gelassener?</em><br />
Keine Frage. Wenn keine guten Angebote kommen, dann reichen die zwei &#8220;Tatorte&#8221; im Jahr, die ich drehe. Ich habe die Möglichkeit zu sagen: Nee, das mach&#8217; ich nicht, die Rolle interessiert mich nicht. Wenn, dann würde ich es nur des Geldes wegen machen.Und  das habe ich noch nie gemacht. Auch in der Zeit, in der ich Geld dringend gebraucht hätte. Ich musste manchmal ganz schön jonglieren. Aber es hat sich für mich rentiert, weil ich auf meinem Weg geblieben bin. In meiner ganzen Laufbahn habe ich es fast immer hingekriegt, nur das zu machen, was mich interessiert hat. Daran hat sich durch die &#8220;Tatort&#8221;-Verpflichtung nichts geändert.</p>
<p><em>Bei aller Bescheidenheit: Weihnachten sitzen Sie nicht allein zu Hause und üben sich in Verzicht?</em><br />
Nein. Es wird gefeiert. Mit allem, was dazu gehört. Baum, Braten, Bescherung. Und das Allerwichtigste: mit meinen beiden Kindern.</p>
<p><em>Und am 27. Dezember versammelt sich die Familie um 20.15 Uhr zum &#8220;Tatort&#8221; vor dem Fernseher?</em><br />
Mal sehen. Kann schon sein. Es ist ja ein Riesenunterschied, ob man sich die DVD im Rechner anschaut oder wirklich am Sonntagabend mit Millionen anderer Zuschauer vor dem Fernseher sitzt. 20 Uhr Tagesschau, 20.15 Uhr &#8220;Tatort&#8221;. Das ist ein Ritual. Das hat einfach was.</p>
<p><strong>Zur Person: Richy Müller</strong><br />
Richy Müller (eigentlich: Hans-Jürgen Müller), 54, hatte seinen Durchbruch als Schauspieler 1979 mit der Leonie-Ossowski-Verfilmung &#8220;Die große Flatter&#8221;. Danach spielte er unter anderem in Roland Emmerichs &#8220;Das Arche Noah Prinzip&#8221;. In den 1980er Jahren verlegte sich der gebürtige Mannheimer vorwiegend auf das Theater, ehe er 1996  zum Film zurückkehrte. Seit 2008 spielt er den Stuttgarter &#8220;Tatort&#8221;-Kommissar Thorsten Lannert – die erste feste Verpflichtung seiner Laufbahn. Richy Müller lebt am Chiemsee.</p>
<p><em>Eva Stern </em><em>| Fotos: SWR/Sabine Hackenberg, Stephanie Schweigert, Peter A. Schmidt (2)</em></p>
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		<title>Shary Reeves: Ich würd&#8217; mich gucken</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 07:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flimmern und Rauschen]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Moderatorin der Fernsehsendung „Wissen macht Ah!&#8221; ist  Shary Reeves nicht nur Kindern ein Begriff. Die Kölnerin mit afrikanischen Wurzeln passt in keine Schublade. Sie singt, schreinert und schauspielert &#8211; und würde gern die Sportschau präsentieren. Ein Gespräch über Vielseitigkeit und Leidenschaft. Frau Reeves, mögen Sie Kinder? Mögen? Ich liebe Kinder. Ich finde sie hervorragend, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/05/Shary1.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-919" title="Shary1" src="http://schnelllaeufer.de/wp-content/uploads/2010/05/Shary1-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Als Moderatorin  der Fernsehsendung „Wissen macht Ah!&#8221; ist  Shary Reeves nicht nur Kindern ein  Begriff. Die Kölnerin mit afrikanischen Wurzeln passt in keine  Schublade. Sie singt, schreinert und schauspielert &#8211; und würde gern die  Sportschau präsentieren. Ein Gespräch über Vielseitigkeit und  Leidenschaft. </strong></p>
<p><em>Frau  Reeves, mögen Sie Kinder?</em><br />
Mögen? Ich liebe Kinder. Ich finde sie hervorragend, großartig, außergewöhnlich. Ich vergöttere sie.</p>
<p><em>Sie sind schließlich ihr Publikum &#8230;</em><br />
Nicht nur sie. Ich freue mich, wenn Erwachsene mir erzählen, dass sie unsere Sendung sehen, obwohl sie gar keine Kinder haben. &#8220;Wissen macht Ah!&#8221; ist Familienprogramm für alle, die sich ihre kindliche Neugier erhalten haben.</p>
<p><em>Das klingt nach Pippi Langstrumpf.</em><br />
Es passiert selten, aber wenn Kinder einen in ihre Welt hineinlassen, dann ist das etwas sehr Besonderes.</p>
<p><em>Ist es eine bessere Welt?</em><br />
Weiß ich nicht. Es ist die Welt, in der ich mich wohler fühle. Insofern ist es für mich die bessere Welt.</p>
<p><em>Was lässt Sie sich dort wohler fühlen?</em><br />
Es ist eine Welt ohne Lügen. Kinder sind authentisch, total ehrlich. Das ist das, was ich bei Menschen suche. Ich hasse Lügen.</p>
<p><em>Ihre Sendungen sind sehr skurril.  &#8220;Der große Schwarz-Weiß&#8221;, eine Quizshow vor der Fußball-WM, beschäftigt mit Fragen wie: Warum schimmelt Weißbrot schneller als Schwarzbrot? Oder: Warum ist Vogelkacke immer weiß? Das ist herrlich schräg.</em><br />
Das Kompliment gebührt Ralph Caspers und den Autorinnen der  &#8220;Wissen-macht-Ah!&#8221;-Filme. Ich kenne wirklich keinen, der noch schräger ist als Ralph. Ich denke auch, man darf Kinder nicht unterschätzen. Sie verstehen Ironie. Ganz sicher.</p>
<p><em>Wer war der Held Ihrer Kindertage?</em><br />
Mary Poppins. Die war ja auch nicht normal.</p>
<p><em>Das &#8220;auch&#8221; haben Sie jetzt gesagt. In Ihrem Fall lässt sich &#8220;nicht normal&#8221; mit außergewöhnlich vielseitig übersetzen: Sie sind Musikerin, Schauspielerin, ausgebildete Fotoassistentin, Moderatorin, arbeiten in einer Schreinerei und engagieren sich für soziale Projekte. Sie haben sogar als Fußballerin in der Bundesliga gespielt.</em><br />
Die Vielseitigkeit habe ich wohl von meinem kenianischen Vater geerbt, einem Professor der Philosophie, der auch als Journalist gearbeitet hat und für die Vereinten Nationen. Und der als erster Afrikaner ein Latein-Lehrbuch geschrieben hat. Sagt man.</p>
<p><em>Sagt man?</em><br />
Ja. Ich bin ohne Vater groß  geworden und habe auch heute keinen Kontakt zu ihm. Aber ich habe seine Veranlagungen geerbt. Bei mir ist es oft so: Wenn ich eine Sache kann,  dann suche ich mir wieder was Neues.</p>
<p><em>Wie haben Sie das während Ihrer Schulzeit in einer katholischen Klosterschule für Mädchen gemacht?</em><br />
Ich habe das Abitur. Doch im Nachhinein würde ich sagen, ich bin ein klassisches Waldorfkind. Ich hätte anders lernen müssen. Meine Begabungen hat keiner erkannt. Außer meiner Kunstlehrerin. Nachmittags habe ich viel draußen gespielt, vor allem Fußball. Und ja: Zugegebenermaßen habe ich auch viel ferngesehen.</p>
<p><em>Wenn Sie immer auf dem Sprung  sind: Was ist Ihr nächstes Ziel?</em><br />
Ich würde wahnsinnig gerne eine Sportsendung moderieren. Die Sportschau wäre mein absoluter Traum.</p>
<p><em>Die Zeit ist reif dafür?</em><br />
(lacht) Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich hatte mich schon mal für eine Sportmoderation beworben. Damals war ich aber noch nicht so weit. Fast wäre ich jetzt für die Fußball-WM  eingespannt worden. Aber es hat nicht sollen sein.</p>
<p><em>Auch wenn Sie so weit sind: Sind es die Sender und die Zuschauer auch?</em><br />
Die Sender auf jeden Fall. Aber ich weiß natürlich, dass ich mir Nischen suchen muss.</p>
<p><em>Warum?</em><br />
Bei Fußballsendungen sitzen überwiegend Männer vor dem Fernseher. Fußball ist &#8220;ihr&#8221; Sport.</p>
<p><em>Und dann kommt da eine Frau &#8230;</em><br />
Eine dunkelhäutige Frau.</p>
<p><em>Hat das beruflich jemals eine  Rolle gespielt?</em><br />
Ich habe mich mal bei einem Musiksender beworben. Da hat man mich mit der Begründung abgelehnt, mein Typ sei gerade nicht gefragt. Das war schon ziemlich deutlich.</p>
<p><em>Sie  können von sich behaupten, dass Fußball auch &#8220;Ihr&#8221; Sport ist. Bewerben Sie sich doch mal.</em><br />
Jetzt?</p>
<p><em>Ja, bitte.</em><br />
Ich liebe dieses Spiel. Ich habe es selbst in der Ersten Liga gespielt. Ich habe es verstanden. Ich kann moderieren. Ich bin authentisch. Und ich werde ganz bestimmt niemals am  Spielfeldrand stehen und einen Spieler fragen: Wie haben Sie sich denn gerade bei diesem Elfmeter gefühlt?</p>
<p><em>Nein?</em><br />
Nein. Ich habe diese Situation zigmal selbst erlebt. Manchmal glaube ich, viele haben auch gar nicht verstanden, dass es heute im Fußball nicht mehr um Manndeckung geht, sondern um Raumdeckung &#8230;</p>
<p><em>&#8230; Frau Reeves &#8230;</em><br />
&#8230; und man wundert sich nicht, dass es Sender gibt, wo man die Kommentare abschalten kann. Das macht ein Freund von mir &#8230;</p>
<p><em>&#8230; Sie sind ja richtig in Fahrt. Die leidenschaftliche Expertin müssen Sie nicht erst einstudieren.</em><br />
&#8230; der Jens Nowotny. Oh, danke! Also: Ja, ich würd&#8217; mich gucken.</p>

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<p><strong>Zur Person: Shary Reeves</strong><br />
Shary Reeves steht seit 1996 mit Ralph Caspers für den WDR vor der Kamera. Zunächst als Moderatorin des &#8220;Maus-Club&#8221;, seit 2001 für &#8220;Wissen macht Ah!&#8221; jeweils samstags, 8.05 Uhr im Ersten. Das unterhaltsame Format hat sich zum Exportschlager gemausert mit eigenen Ausgaben in Frankreich, Russland oder China. Die Ex-Fußballerin ist als Mitglied der &#8220;Top 11 für 2011&#8243; Botschafterin der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland.</p>
<p><em>Eva Stern | Fotos: WDR/Thorsten Schneider/Nola Bunke</em></p>
<p><em>mehr zum Thema: <a href="http://www.schnelllaeufer.de/2010/06/von-beruf-klugscheisserin" target="_self">Von Beruf Klugscheißerin</a></em></p>
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